geförderte Projekte

1. Oktober 2018

Wien

Kolloquium "Kulturelle Erneuerung"

Was bestimmt das Verhalten des Menschen? Ist es seine Natur, die sein Denken und Handeln wie das von Tieren steuert? Oder ist es nicht vielmehr seine Kultur, die ihn zu dem hat werden lassen, was er ist? In ersterem Fall wäre der Mensch Objekt , in letzterem auch Subjekt, das heißt Gestalter seiner kulturdurchdrungenen Natur. Die Klärung dieser Frage ist wichtig, wenn es darum geht, wie der oft grenzenlosen Gier, dem mitunter krankhaften Egoismus des Menschen und damit der Ausbeutung von Natur, Umwelt und anderen Menschen  Einhalt geboten werden kann. Denn wäre der Mensch so wie er ist, dann bliebe uns nichts anderes als - bildlich ausgedrückt - die Dämme zur Abwehr der von uns selbst verursachten Fluten immer höher zu bauen. Würde sein Verhalten maßgeblich durch seine Kultur bestimmt, könnte sich der Mensch von den Denkweisen des immer Höher, Schneller, Weiter befreien, die die westliche Kultur dominieren, und andere, neue Denkweisen an ihre Stelle setzen.

Fragen wie diese sollen am 1. Oktober 2018 auf einem Kolloquium in Wien diskutiert werden, das das Sustainable Europe Research Institue (SERI) unter der Leitung von Fritz Hinterberger veranstaltet.