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16. Mai 2017

Historisches Kolleg, München

Kulturelle Erneuerung – Ein Konzept auf dem Prüfstand

Dass die dominanten Wirtschafts- und Verhaltensweisen die Lebensgrundlagen beeinträchtigen, ist weithin erkannt. Wenn trotzdem nachhaltige Veränderungen bisher ausgeblieben sind, kann dies auf die Natur des Menschen und/oder seine Kultur zurückzuführen sein.

Im ersten Kolloquium der Stiftung kulturelle Erneuerung soll deshalb vorrangig geklärt werden, ob es Zeiten und Regionen gibt, in denen das Dilemma nicht oder in deutlich geringerem Maße besteht, welche kulturellen Dispositionen zu umweltverträglicheren Verhaltensweisen befähigen und welche Wirkungen von einer Harmonisierung des Dreiklangs von Wissenschaft, Kunst und Religion ausgehen. Geklärt werden soll ferner, wie das Verhältnis von Wissenschaft, Kunst und Religion konstruktiver als derzeit gestaltet werden kann.

 

Leitfragen des Kolloquiums

  • Was sind Anzeichen für die unzulängliche Wirksamkeit der Effizienz- und Suffizienz-Strategie?
  • Warum tun Menschen nicht, was sie für richtig halten:
    … weil ihre Natur auf Selbstzerstörung angelegt ist?
    … weil sie eine Kultur haben, die ihre Natur nicht wirksam einhegt?
    … weil sie eine zerstörerische Kultur entwickelt haben?
  • Gab es Perioden, in denen die Kultur des Menschen nicht zerstörerisch war?
  • Wie muss eine Kultur sein, die zur Suffizienz befähigt, zum Beispiel indem sie die tragenden Elemente unserer Kultur zusammenführt?
  • Gibt es hierfür historische und/ oder internationale Beispiele?
  • In welchen Kulturen bestand bzw. besteht ein harmonischer Dreiklang zwischen Wissenschaft, Kunst und Religion?