SCHÖPFUNG

Premiere 20. Oktober 2023, 20.00 Uhr

StudioNaxos, Waldschmidtstraße 19, 60316 Frankfurt.a.M.

Premiere 20. Oktober 2023, 20.00 Uhr

StudioNaxos, Waldschmidtstraße 19, 60316 Frankfurt.a.M.

"SCHÖPFUNG" ist ein experimentelles Musiktheater, das Fragmente aus Joseph Haydns gleichnamigen Oratorium und elektronische Komposition, Licht- und Videokunst zusammenbringt. Im Mittelpunkt steht das bestehende und künftige Verhältnis von Natur und Mensch. Mithilfe von Theatermitteln setzen sich die Initiatoren, ein Team freischaffender Künstler:innen unter der Leitung von Alina Huppertz, kritisch mit der von Haydns vertonten biblischen Schöpfungs- geschichte auseinander. Vor dem Hintergrund des wissenschaftlichen Diskurses um das Anthropozän gehen die Künstler insbesondere der Frage nach, ob es möglich ist, den Mythos vom Menschen als Krone der Schöpfung hinter sich zu lassen. "SCHÖPFUNG" verabschiedet sich von der Vorstellung der Vorherrschaft des Menschen mit all seinen destruktiven Folgeerscheinungen. Hierfür drehen die Autoren die Chronologie der Schöpfungsgeschichte um. Angefangen mit der Erschaffung des Menschen arbeitet sich  das Stück rückwärts in das Chaos vor, mit dem das Oratorium im Original beginnt. Das Chaos und die damit verbundene Dunkelheit werden als Schwellenzustand verstanden, der neben dem Ende auch einen Neuanfang markiert.

Premiere: 20. Oktober 2023, 20.00 Uhr

Musik: Julia Mihály und Joseph Haydn
In Kooperation mit MainVokal (Leitung: Katharina Blattmann) und dem Clara-Schumann-Orchester (Leitung: Lukas Rommelspacher)
Solist: Harald Hieronymus Hein
Konzept und Regie: Alina Huppertz
Veranstalter: MainVokal e.V.

Weitere Vorstellungen: 21. und 22. Oktober 2023, jeweils 20.00 Uhr

"Anwälte der Natur" auf der Art Carnuntum 2023

26. August 2023, 19.30 Uhr

Amphitheater Petronell-Carnuntum, Hauptstraße 1, A-2404 Petronell-Carnuntum

26. August 2023, 19.30 Uhr

Amphitheater Petronell-Carnuntum, Hauptstraße 1, A-2404 Petronell-Carnuntum

Die Theatercollage des Regisseurs Frank Raddatz "Anwälte der Natur" wird am 26. August 2023 im Rahmen des Festivals Art Carnuntum im römischen Amphitheater Petronell-Carnuntum aufgeführt. Nahe der Donau-Au und des Naturschutzgebiets gelegen befasst sich die Art Carnuntum auch mit dem Thema Umwelt und Nachhaltigkeit, nämlich mit der Frage, welche Rechte der Natur, zum Beispiel Wäldern und Flüssen zugestanden werden sollen. Die Collage aus Musik, Tanz und Schauspiel dreht sich um die rechtlichen Grundlagen des Naturschutzes und zeigt mögliche Folgen eines veränderten Verständnisses von Natur auf.

Yólotl Latino - 2. interkulturelles Festival

16. bis 20. und 24. August 2023

Zacapoaxtla, Puebla und Mexiko-Stadt, Mexiko

16. bis 20. und 24. August 2023

Zacapoaxtla, Puebla und Mexiko-Stadt, Mexiko

Auch 2023 wird das lateinamerikanische Ensemble Yólotl Latino ein Festival in Mexiko, genauer in Zacapoaxtla, veranstalten. Neben sogenannten Galakonzerten, bei denen sowohl klassische europäische Musik  als auch populäre lateinamerikanische Musik gespielt wird, werden die Musiker kostenlos in Schulen und auf öffentlichen Plätzen auftreten, um insbesondere benachteiligten Bevölkerungsgruppen in entlegeneren Regionen klassische und traditionelle  lateinamerikanische Musik nahe zu bringen. Ferner werden die Musiker von Yólotl Latino Studenten und professionellen Musikern kostenlosen Instrumentalunterricht geben.

Mit dem Festival wollen die Künstler zeigen, dass es keine Hierarchie zwischen klassischer und populärer Musik gibt. Das Festival bezieht alle gesellschaftlichen Schichten ein und ist damit nicht nur ein musikalisches sondern auch ein kulturelles Projekt. Zudem hoffen die Künstler, dass die jeweiligen Austragungsorte auch wirtschaftlich von dem Festival profitieren und sich dadurch als Kulturstädte positionieren können.

Tournéeprogramm

16. bis 20. August 2023 2. Interkulturelles Festival in Zacapoaxtla, Mexiko

24. August 2023 Yólotl Latino in Concert

26. bis 29. August 2023 Musikunterricht und Konzerte in Schulen in Guarulhos, Brasilien

 

11. Klimakonzert "Wir sind Erde" als Video verfügbar

Das von der Stiftung kulturelle Erneuerung in Auftrag gegebene Oratorium „Wir sind Erde“ zur Umweltenzyklika „Laudato si‘“ von Papst Franziskus wurde am Sonntag, den 13. November 2022 von Musiker:innen der Berliner Staatskapelle unter Leitung des Komponisten Gregor A. Mayrhofer in der Philharmonie Berlin uraufgeführt.

Das Klimakonzert eröffnete die Cellistin und Umweltaktivistin Tanja Tetzlaff mit Werken von Johann Sebastian Bach, Thorsten Encke und Camille Saint-Saëns.

Die Einnahmen flossen in die von den Musiker:innen getragenen Stiftung NaturTon, deren Aufforstungsprojekt für den Instrumentenbau unverzichtbare madegassische Ebenhölzer schützt.

Die Uraufführung des Oratoriums "Wir sind Erde" ist jetzt als Video verfügbar.

Konzertprogramm

18.00 Uhr
Einführung

19.00 Uhr
J.S.Bach, aus der Cellosuite Es-Dur BWV 1010: Gigue
Thorsten Encke, aus "Black Ice" (2018/2020) für Cello und Tape: "Cracks" und "Clouds"
J.S. Bach, aus der Cellosuite c-Moll BWV 1011: Sarabande
Camille Saint-Saëns, Cello Concerto No.1 in A minor, Op. 33
Tanja Tetzlaff, Violoncello
Orchester des Wandels: Musiker:innen der Staatskapelle Berlin

Pause

19.50 Uhr
Gregor A. Mayrhofer, "Wir sind Erde" (Uraufführung)
Rinnat Moriah, Sopran
Ema Nikolovska, Mezzosopran
Conny Thimander, Tenor
David Steffens, Bass
Chor des Wandels: Sänger:innen des Staatsopernchors und des Rundfunkchors
Orchester des Wandels: Musiker:innen der Staatskapelle Berlin
Dirigent: Gregor A. Mayrhofer
Libretto: Markus Vogt
Dramaturgie: Julia Hendes und Matthias Fuchs

Karten 25/50 Euro, Ermäßigung für Schüler:innen und Studierende 50% unter 030/20354555 oder unter staatskapelle-berlin.de.

Keyvisual: Noma Bar

10. Bach Biennale Weimar

2. bis 9. Juli, Weimar

2. bis 9. Juli, Weimar

"10 klingende Perspektiven...inspired by Bach" lautet der Titel der 10. Bach Biennale in Weimar. Ein treffendes Motto für die Jubiläumsedition, die neue Blickwinkel auf das Schaffen von Johann Sebastian Bach in Weimar eröffnet und eine Brücke zwischen Klassik und Moderne schlägt. Bach kam 1708 als 23-Jähriger nach Weimar. Er war dort Hoforganist, Kammermusicus und schließlich Konzertmeister. Während  der fast zehnjährigen Anstellung komponierte er drei Viertel seiner gesamten Orgelstücke sowie zahlreiche Kantaten und Cembalowerke. Das Bach Festival will der Musik von Bach Klangräume eröffnen, immer aufs Neue inspiriert durch die revolutionäre, atemberaubende Energie des jungen, wilden JSB. In der ganzen Stadt wird Bach musiziert, an den originalen Bachorten, am Goethebrunnen, im Hotel Elephant und in der Villa des Malers Paul Klee, der sich intensiv mit Bachs Musik auseinandergesetzt hat. Wiederum wird das Festival vor allem durch junge Musiker geprägt. Artists in Residence sind 2023 die Violinistin Lina Tur Bonet aus Madrid mit ihrem Ensemble MUSIca ALcheMIca und der Organist Martin Sturm.

Die Bach Biennale dauert vom 2. bis 9. Juli. In dieser Zeit werden an acht Spielstätten etwa zwanzig Konzerte gegeben.

Konzerte mit Jim Franklin

17. Juni bis 15. Juli 2023

17. Juni bis 15. Juli 2023

Jim Franklin ist Komponist und Meisterspieler der Shakuhachi, einer traditionellen japanischen Bambusflöte. Ihr weicher, geräuschhafter Klang gilt heute als typisch für die klassische Musik Japans. Die Shakuhachi wurde vom 17. Jahrhundert an von zen-buddhistischen Mönchen als Meditationsübung gespielt. Daraus entstand die Tradition der sogenannten Honkyoku ("Urstücke"), die noch heute in mehreren Schulen von Meister zu Schüler weitergegeben wird.

Dr. Jim Franklin studierte Komposition und Musikwissenschaft in Australien, Deutschland und Holland. Dabei lernte er die Shakuhachi kennen und lieben. Er ging unter anderem bei dem berühmten Shakuhachi-Meister Yokoyama Katsuya in die Lehre, der ihm den Titel "Meister" und damit die Lehr- und Konzertbefugnis verlieh. Franklin komponiert für Shakuhachi solo sowie in Kombination mit anderen Instrumenten und tritt bei Projekten mit Shakuhachi und Live-Electronic auf, gelegentlich in Verbindung mit Tanz und bildender Kunst. Er lebt derzeit in Kyoto, Japan.

Termine:

17.06.23, 18 Uhr
Vortrag und Konzert der Shakuhachi
Kulturhaus Dock 4, Untere Karlsstraße 4, 34117 Kassel

18.06.23, 10.30 Uhr
Gottesdienst mit Shakuhachi-Begleitung
Egidienkirche, Egidienplatz, 90403 Nürnberg

21.-25.06.2023
Zen-Sesshin mit Shakuhachi
Erzabtei St. Martin, Beuron, 88631 Beuron
Anmeldung: gastpater@erzabtei-beuron.de

02.-04.07.23
Shakuhachi-Workshop
Benediktushof, 97292 Holzkirchen
Anmeldung: Kurse@benediktushof-holzkirchen.de

07.-09.07.23
Shakuhachi-Workshop mit Konzert am 07. 05. 2020, 19.30 Uhr
St. Josefskirche, Oswald-Hesse-Str. 72, 70469 Stuttgart
Anmeldung: Jim Franklin, dr_jim_franklin@t-online.de

11.07.23, 19 Uhr
Shakuhachi-Konzert
Daunstärs, Konrad-Adenauer-Straße 17, 30853 Langenhagen

15.07.23
Messe mit Shakuhachi-Begleitung, 17.30 Uhr
Shakuhachi-Konzert, 19 Uhr
Klarakirche, Königstr. 66, 90402 Nürnberg

 

Shanshui - Berge und Wasser

17. April bis 31. Mai 2023

Foyer im Bildungszentrum, Volkshochschule Langenhagen

17. April bis 31. Mai 2023

Foyer im Bildungszentrum, Volkshochschule Langenhagen

Shanshui - Berge und Wasser - ist der chinesische Begriff für Landschaft und bis heute das wichtigste Sujet der traditionellen chinesischen Tuschemalerei. Die chinesische Shanshui-Malerei sieht den Menschen nicht als Gegenpol sondern als Teil der Natur. Anders als in typischen westlichen Landschaftsbildern, die sich einem gegenübergestellten Beobachter in Zentralperspektive erschließen, lässt die Shanshui-Malerei die Vorstellung eines offenen Prozesses des Umher-schweifens entstehen. Ihre Bedeutung liegt in ihrem transformatorischen Potential, das Individuum mit der Welt zu verbinden und nicht in der Wiedergabe einer Landschaft. Die Landschaft lässt sich nicht auf einen Blick erfassen, wodurch offene Wahrnehmung und Überraschungen entstehen.

Die Akademie für west-östlichen Dialog der Kulturen zeigt in Kooperation mit der Volkshochschule Langenhagen ab 17. April 2023 eine Ausstellung chinesischer Shanshui-Malerei im interkulturellen Dialog. Traditionellen Tuschebildern zeitgenössischer Maler aus Luan stehen Werke des italienischen Künstlers Giacomo Bruni gegenüber.

Begleitend zu der Ausstellung findet am 8. Mai 2023 ein Vortragsabend mit dem Autor Matthias Drescher und dem Akademievorstand und Experten für chinesische Malerei Thorsten Schirmer über die Unterschiede europäischer Malerei und chinesischer Tradition statt.

 

 

David Timm - Composer in Residence 2023

23. April 2023, 10.00 Uhr

Stadtkirche St. Peter und Paul, Weimar

23. April 2023, 10.00 Uhr

Stadtkirche St. Peter und Paul, Weimar

2023 jährt sich zum 300. Male der erste von Bachs berühmten „Kantaten-Jahrgängen“, jenen ersten Jahren seiner Leipziger Dienstzeit, in denen er wöchentlich neue Kantaten schrieb und im Gottesdienst aufführte. Diesem Jubiläum erweisen die Thüringer Bachwochen mit einem mehrjährigen Zyklus von Kompositionsaufträgen ihre Reverenz. Unter Bachschen Bedingungen werden die "composer in residence" in einer Woche eine Kantate komponieren, im Bachland Thüringen und zur Uraufführung an einem Bachschen Ort. 2023 ist der Universitätsmusikdirektor der Universität Leipzig und Leiter des Leipziger Universitätschors David Timm an der Reihe. Er ist Pianist, Organist, Chorleiter und Jazzmusiker. Seit 2017 ist er zudem Honorarprofessor an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Die Uraufführung am 23. April 2023 in der Stadtkirche St. Peter und Paul in Weimar beschließt die Bachwoche, die am 5. April mit dem bosnischen Akkordeonist Goran Stevanovich in Eisenach beginnt.

Passionsoratorium von J. S. Bach - Uraufführung

Samstag, 1. April 2023, 20 Uhr

Alte Oper Frankfurt, Großer Saal

Samstag, 1. April 2023, 20 Uhr

Alte Oper Frankfurt, Großer Saal

Gibt es neben der Johannes- und der Matthäuspassion eine weitere, unvollendete Passion von Johann Sebastian Bach? Der Cembalist, Dirigent und Musikforscher Alexander Grychtolik präsentiert zusammen mit dem belgischen Orchester Il Gardellino und renommierten Gesangssolisten ein vermutlich von Bach für den Karfreitag 1725 geplantes Passionsoratorium, von dem sich Teile in der Matthäuspassion und in der A-Dur-Messe erhalten haben. Grychtolik hat das Werk vervollständigt und bringt es nun in Frankfurt a.M. zur Uraufführung. Erhalten sind nicht nur Teile der Musik sondern auch der Text Picanders, des wichtigsten Librettisten Bachs, der das Leiden Jesu anders als in den beiden bekannten Bachpassionen in den Mittelpunkt stellt.

JOHANN SEBASTIAN BACH / ALEXANDER GRYCHTOLIK Passionsoratorium BWV Anh. 169 (Uraufführung)

19.15 Uhr Konzerteinführung durch Alexander Grychtolik

"Darkness"

25./26. Januar 2023, 19.30 Uhr

Akademietheater, München

25./26. Januar 2023, 19.30 Uhr

Akademietheater, München

In "Darkness - Requiem nach dem gleichnamigen Gedicht von Lord Byron" geht Jakob Altmayer, Student an der Bayerischen Theaterakademie August Everding, der Frage nach, wie der Mensch zu einem anderen Verständnis seiner Stellung in der Natur kommen und sich als gleichberechtigter Teil abseits von Herrschaftsdenken in ihr begreifen kann. Wie können Rituale des Abschieds vom Menschen als "Krone der Schöpfung" aussehen? Inwieweit ergeben sich durch das Ende der einen Welt immer auch Möglichkeiten für neue, andere Welten? Jakob Altmayer greift in seiner Inszenierung unter anderem auf den Umgang mit historischen apokalyptischen Erfahrungen zurück, wie sie beispielsweise Lord Byron anlässlich des Ausbruchs des indonesischen Vulkans Tambora von 1816 in seinem Gedicht "Darkness" beschreibt. Dunkelheit steht dabei für das Ende der Welt,  sie ist aber auch als dramaturgischer Punkt relevant. Weil die Zuschauer sich zeitweise frei im Bühnenraum bewegen können, ist "Darkness"  eine Kombination aus Theater, Performance und Rauminstallation.