"Anwälte der Natur"

1. Dezember 2022 19.30 Uhr und 4. Dezember 2022 18.00 Uhr

RambaZamba Theater, Schönhauser Allee 36-39, 10435 Berlin

1. Dezember 2022 19.30 Uhr und 4. Dezember 2022 18.00 Uhr

RambaZamba Theater, Schönhauser Allee 36-39, 10435 Berlin

Haben Bäume, Tiere, Meere oder Gletscher Rechte? Und können sie folglich gegen ihre Zerstörung gerichtlich klagen? Im September 2022 wurde die ökologisch stark belastete Lagune Mar Menor im Südosten Spaniens zu einer Rechtspersönlichkeit ernannt. Das Mar Menor ist damit das erste Ökosystem Europas, das diesen Status erhält. Wer der Lagune schadet, kann vor Gericht gebracht und zu einer Geldstrafe verurteilt werden. 2021 wurde bereits der kanadische Fluss Magpie als Rechtsperson anerkannt. Magpie und Mar Menor stehen für eine weltweite Bewegung, die besonders in Neuseeland, den USA und Ecuador aktiv ist und sich für die Rechte der Natur einsetzt. Könnte dies ein entscheidender Hebel sein, um der Umweltzerstörung und dem Artensterben Einhalt zu gebieten? Stehen wir vor einem grundlegenden Wandel unserer Kultur, wenn die Natur nicht mehr als tote Dinge sondern als Akteure begriffen werden?

"Anwälte der Natur", eine Koproduktion des Theater des Anthropozän und des Berliner RambaZamba Theaters, geht diesen Fragen nach. Moderiert von Carrie Getman de Agudo und begleitet von dem irischen Bassisten und Gitarristen Kevin Mooney widmet sich unter der Regie von Frank Raddatz eine Collage aus Musik, Tanz und Schauspiel dem sich wandelnden Verhältnis von Natur und Recht. Akteure öffnen zusammen mit Schau- und Puppenspieler*innen Tore in ein wundersames Morgen, das auf mutige Entdecker wartet, bereit sich der Kernfrage zu stellen: Welche Natur wollen wir?

Sonntag, 4. Dezember 2022 14.00 Uhr RambaZamba Theater
Podiumsdiskussion "Die Rechte der Natur als cultural turn" mit Prof. Dr. Frank Adloff, Dr. Andreas Gutmann, Dr. Matthias Kramm, Jenny García Ruales und Jula Zenetti

"Wir sind Erde" - Film Max Kronawitter

Damit eine größere Öffentlichkeit an der Entstehung des Oratoriums „Wir sind Erde“ teilhaben kann, beauftragte die Stiftung kulturelle Erneuerung den Dokumentarfilmer Max Kronawitter, einen Film von etwa 60 Minuten über den Werdungsprozess zu schaffen. Zugleich soll der Film als Interpretationshilfe für das Werk dienen. Indem er das Ringen bei der Erstellung des Librettos und der Komposition zeigt, kommt er zudem dem natürlichen Interesse der Menschen entgegen, hinter die Kulissen zu schauen.

Max Kronawitter, Jahrgang 1962, studierte Katholische Theologie an der Ludwigs Maximilians Universität München und der Gregoriana in Rom. Nach einigen Jahren als freier journalistischer Mitarbeiter gründete er 1989 seine eigene Filmproduktionsfirma „Ikarus“, die bisher etwa 200 Dokumentarfilme für TV-Sender und Bildungsträger realisiert hat. Seit 1991 ist er zudem Autor und Regisseur der Sendereihe „Stationen“ des Bayerischen Fernsehens und „Gott und die Welt“ der ARD. Einer seiner neueren Filme handelt von dem Todesmarsch von mehr als 10.000 Häftlingen des Konzentrationslagers Dachau in Richtung Alpen. Für seine Filmbeiträge erhielt Max Kronawitter zahlreiche Preise wie den Polnischen Filmpreis für den Dokumentarfilm „Hedwig von Schlesien“ 1996, den Katholischen Medienpreis für „Streit mit Gott“ 2005, den Medienpreis TOM der deutschen Kinderhospizstiftung 2012, den Sozialcouragepreis der Caritas für „Selbstbestimmtes Sterben“ sowie den Journalistenpreis der Diakonie für „Vom Bordell ins Jurastudium“ 2022.

Der Film über die Genese des Oratoriums wird einige Wochen nach dessen Erstaufführung gezeigt und der Bildungsarbeit zur Verfügung gestellt werden. Eine Kurzfassung wird es bereits im Vorfeld geben.

„Wir sind Erde“ - Orchester Staatskapelle Berlin als Orchester des Wandels

Uraufführung 13. November 2022

Philharmonie Berlin

Uraufführung 13. November 2022

Philharmonie Berlin

Als ausführendes Orchester des von der Stiftung kulturelle Erneuerung in Auftrag gegebenen Oratoriums „Wir sind Erde“ stand von vornherein die Berliner Staatskapelle als Orchester des Wandels fest, eines der weltweit führenden Sinfonieorchester unter der Leitung von Chefdirigent Daniel Barenboim. Dieses Orchester hat bereits vielfach mit der Stiftung zusammengewirkt und die Entstehung des Oratoriums von Anfang an begleitet.

Schon mehr als ein Jahrzehnt engagieren sich die Musiker:innen der Staatskapelle Berlin für den Klima- und Umweltschutz. Sie möchten den kommenden Generationen nicht nur eine einzigartige Tonkunst, sondern auch einen lebenswerten Planeten erhalten. Deshalb haben sie sich 2009 im Orchester des Wandels zusammengefunden - eine Initiative der von den Musikerinnen und Musikern gegründeten Stiftung NaturTon - um mit kreativen Konzertformaten an ungewöhnlichen Orten zu musizieren.

Mitgründer dieser ersten und bis heute wohl einzigen Klimastiftung von Musiker:innen eines Sinfonieorchesters ist der Musiker Markus Bruggaier. Er organisiert die jährlich stattfindenden Benefizkonzerte ("Klimakonzerte") zugunsten der Klima- und Umweltprojekte der Stiftung, so auch das Benefizkonzert „Wir sind Erde“ am 13.  November 2022 in der Berliner Philharmonie. Markus Bruggaier studierte Horn in Frankfurt und London, bevor er 1994 zunächst ein Engagement an der Deutschen Oper Berlin antrat. 1998 wechselte er dann zur Staatskapelle Berlin an der Staatsoper Unter den Linden. Zudem unterrichtet er an der renommierten Musikhochschule "Hanns Eisler" in Berlin und gab Meisterkurse unter anderem in Italien, Slowenien, China und Japan. Im Jahr 2020 war Markus Bruggaier Initiator und seitdem Mitglied des Gründungsvorstandes des Vereins "Orchester des Wandels Deutschland e.V.", der Klimaschutzinitiative der Deutschen Berufsmusiker:innen, in dem sich Musiker:innen aus über dreißig deutschen Orchestern für eine nachhaltige Transformation der Orchesterlandschaft engagieren.

„Wir sind Erde“ - Musik Gregor A. Mayrhofer

Uraufführung 13. November 2022

Philharmonie Berlin

Interview Concerti

Uraufführung 13. November 2022

Philharmonie Berlin

Interview Concerti

2020 beauftragte die Stiftung kulturelle Erneuerung Gregor A. Mayrhofer, ein Oratorium zur Umweltenzyklika von Papst Franziskus „Laudato si‘“ zu komponieren. Gregor Mayrhofer, Jahrgang 1987, hat bereits ein umfangreiches musikalisches Oeuvre geschaffen. Unter den inzwischen etwa hundert Kompositionen finden sich Werke für Orchester, Kammermusikensembles, Vokalensembles, Solowerke für einzelne Instrumente, sowie diverse Jazz Kompositionen. 2018 komponierte er für die Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker das Insect Concerto, um auf das weltweite Insektensterben hinzuweisen. 2021 folgte das Recycling Concerto, ein Konzert für Recycling-Perkussion und Orchester, mit dem Mayrhofer das Müllproblem thematisiert.

Gregor Mayrhofer studierte Komposition und Dirigieren an der Musikhochschule München, am Pariser Konservatorium, an der Musikhochschule Düsseldorf sowie an der Juilliard School in New York. 2017 wurde er von Sir Simon Rattle als Assistent zu den Berliner Philharmonikern geholt. Dort assistierte er namhaften Dirigenten wie. Kiril Petrenko, Teodor Currentzis, Mariss Jansons und François Xavier-Roth. Als Dirigent arbeitet er unter anderem mit dem Orchester der Bayerischen Staatsoper, dem SWR Symphonieorchester, MusicAeterna, Britten Sinfonia, dem Lucerne Festival Academy Orchestra, dem Belgrade Philharmonic Orchestra, den Münchner Symphonikern, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, der Württembergischen Philharmonie Reutlingen und dem Münchner Kammerorchester. Eigene Uraufführungen dirigierte er mit dem Scharoun Ensemble der Berliner Philharmoniker und dem Ensemble Intercontemporain in der Kölner und Pariser Philharmonie. Ferner leitete er Konzerte mit dem Ensemble Ascolta, Ensemble Proton Bern, Hong Kong New Music Ensemble und Solisten wie Daniil Trifonov, Georg Nigl, Patricia Kopatchinskaja und Julian Prégardien.

Als Pianist tritt Gregor Mayrhofer mit seinem Bruder im Duo Imbrothersation auf, wofür er 2008 mit dem Tassilo Kultur Preis der Süddeutschen Zeitung ausgezeichnet wurde. 2017 erhielt er den Charles Schiff Conducting Award sowie 2018 den Bayerischen Kunstförderpreis. 

reEDOcate me! - Ein postfossiler Themenpark

14. bis 23.Oktober 2022

Floating University, Lilienthalstraße 32, Berlin-Kreuzberg

14. bis 23.Oktober 2022

Floating University, Lilienthalstraße 32, Berlin-Kreuzberg

Aufgrund einer drakonischen Selbstisolation in Verbindung mit einer regen feudalen Bautätigkeit kommt es im Japan der Edo-Zeit (1603-1868) zu einem akuten Mangel an Energie und Rohstoffen, der zunächst zu großflächigen Abholzungen der japanischen Wälder, Überschwemmungen, Dürren und Nahrungsknappheit führt. Während die westliche Industrialisierung ab Mitte des 18. Jahrhunderts den Energie- und Ressourcenverbrauch durch den Einsatz fossiler Brennstoffe radikal verändert, ist der Preis japanischer Eigenständigkeit der Verzicht auf externe Energien und Ressourcen. Da es auf den Inseln keine nennenswerten Kohlevorräte gibt, bedeutete dies, fast ausschließlich auf der Grundlage von Sonnenenergie zu wirtschaften und auf nachhaltige, pflanzliche Stoffe und ein ausgeklügeltes Recycling- und Reparatursystem zu setzen. 260 Jahre lang wirtschaftete das Japan der Edo-Zeit auf Grundlage von Sonnenenergie und erlebte dabei eine beispiellose kulturelle Blüte. Aus der Notwendigkeit zur Reduktion entstanden neue Kulturtechniken und Alltagspraxen. Kunst und Kultur erlebten Höhepunkte, die wir zum Teil bis heute kennen: Haiku, Kabuki, No, Kalligraphie, Kintsugi, Sushi, Kimono. Können wir die Erfahrungen der damaligen japanischen Kultur des Weniger für die Bewältigung unserer Klima- und Umweltkrise nutzen?

Inspiriert von diesem historischen Modell bietet "reEDOcate me!" die Möglichkeit, Vermeidungsstrategien und Blockaden zu überwinden: 20 KünstlerInnen übersetzen in vielfältigen Aktionen, die die Kurator:innen Aljoscha Begrich, Makiko Yamaguchi, Christian Tschirner, Benjamin Foerster-Baldenius und Dido Aquilanti entwickelt haben, die Nachhaltigkeitsstrategien der Edo-Zeit für aktuelle Transformationsbedingungen. Die von ihnen geschaffenen Erfahrungsräume sollen Handlungsroutinen unterbrechen und Alltagswahrnehmung verändern. Auf einer fünfstündigen Tour  durchlaufen die Besucher ein Programm aus künstlerischen Performances und darstellender Kunst, aber auch Mitmach-Aktivitäten.

"Mandala - Auf der Suche nach Erleuchtung"

Arnoldsche Art Publishers, Stuttgart 2022

in deutsch und englisch, 392 Seiten, 58,00 Euro

Arnoldsche Art Publishers, Stuttgart 2022

in deutsch und englisch, 392 Seiten, 58,00 Euro

Ein Mandala ist ein Symbol des Universums, das verwendet wird, um eine magische oder religiöse Bedeutung darzustellen. Mandalas wurden ursprünglich vor Tausenden von Jahren in Indien als Hilfsmittel für bestimmte fortgeschrittene Meditationspraktiken im Hinduismus und Buddhismus verwendet und sind heutzutage einer breiten Öffentlichkeit zum Begriff geworden. Ein Mandala ist meist quadratisch oder kreisrund und stets auf einen Mittelpunkt orientiert. Als Ausdruck der Erkenntnis übergeordneter Zusammenhänge findet sich diese auf Symmetrie angelegte Geometrie in vielfältigen Bildwerken und Architekturen der verschiedenen Epochen und Kulturräume, so beispielsweise in der mittelalterlichen Buchmalerei, im Grundriss der Blauen Moschee in Istanbul, im Schwarzen Quadrat von Kasimir Malewitsch oder in verschiedenen Objekten indigener Völker Afrikas, Asiens, Australiens oder der Amerikas. Der Autor, Photograph und Kulturforscher Peter van Ham präsentiert mit der Publikation "Mandala - Auf der Suche nach Erleuchtung"  eine beeindruckende Sammlung dieser und weiterer Meisterwerke aus bedeutenden Museums- und Privatsammlungen sowie bestechende Fotografien einzigartiger Bauwerke und Rituale und liefert damit erstmals eine Analyse des Phänomens der heiligen Geometrie in Kunst und Architektur sowie der ihnen zugrunde liegenden Weltanschauungen.

 

 

EurAsian Flow - Viktoria & Virtuosi

27. September 2022, 20 Uhr

Herkulessaal Hofgartenstraße, 80539 München

27. September 2022, 20 Uhr

Herkulessaal Hofgartenstraße, 80539 München

Im EurAsian Flow wird von der Violinsolistin und Komponistin Viktoria Kaunzner sowie 30 jungen Musiker:innen aus zehn Nationen ein faszinierender Kosmos aus vertrauten und exotischen Klangwelten aufgefächert. Dabei werden Tango, Mozart und Moderne miteinander verwoben. Neben dem Tango-Violinkonzert der argentinischen Komponistin Claudia Montero wird unter anderem Violeta Dinescus Klangerzählung "Roman Fleuve" zu Gehör gebracht. Deren kalligraphiertes Notenmanuskript wird während des Vortrags an die Wand projiziert, wodurch das Publikum in einen cineastischen Raum entführt wird. Es folgt Viktoria Kaunzners eigene Komposition "Saiga Antilope", eine Kombination aus Dokumentarstummfilm und Livemusik über ein vom Aussterben bedrohtes eurasisches Steppentier. Ein weiterer Konzerthöhepunkt wird die Uraufführung des von Viktoria & Virtuosi in Auftrag gegebenen Werkes "Times of Rain and Sun"  der usbekisch-australischen Komponistin Elena Kats-Chernin sein.

Herbst Tour 2022

27.9. München Herkulessaal, 20 Uhr

28.9. Dresden Kulturpalast 20 Uhr

30.9. Berlin Philharmonie Kammermusiksaal 20 Uhr

2.10. Hamburg Laeiszhalle Großer Saal 15 Uhr

3.10. Neumarkt Reitstadel 19 Uhr

11. Klimakonzert Orchester des Wandels der Staatskapelle Berlin

Das von der Stiftung kulturelle Erneuerung in Auftrag gegebene Oratorium „Wir sind Erde“ zur Umweltenzyklika „Laudato si‘“ von Papst Franziskus wird am Sonntag, den 13. November 2022 von Musiker:innen der Berliner Staatskapelle unter Leitung des Komponisten Gregor A. Mayrhofer in der Philharmonie Berlin uraufgeführt.

Das Klimakonzert eröffnet die Cellistin und Umweltaktivistin Tanja Tetzlaff mit Werken von Johann Sebastian Bach, Thorsten Encke und Camille Saint-Saëns.

Die Einnahmen fließen in die von den Musiker:innen getragenen Stiftung NaturTon, deren Aufforstungsprojekt für den Instrumentenbau unverzichtbare madegassische Ebenhölzer schützt.

18.00 Uhr
Einführung

19.00 Uhr
J.S.Bach, aus der Cellosuite Es-Dur BWV 1010: Gigue
Thorsten Encke, aus "Black Ice" (2018/2020) für Cello und Tape: "Cracks" und "Clouds"
J.S. Bach, aus der Cellosuite c-Moll BWV 1011: Sarabande
Camille Saint-Saëns, Cello Concerto No.1 in A minor, Op. 33
Tanja Tetzlaff, Violoncello
Orchester des Wandels: Musiker:innen der Staatskapelle Berlin

Pause

19.50 Uhr
Gregor A. Mayrhofer, "Wir sind Erde" (Uraufführung)
Rinnat Moriah, Sopran
Ema Nikolovska, Mezzosopran
Conny Thimander, Tenor
David Steffens, Bass
Chor des Wandels: Sänger:innen des Staatsopernchors und des Rundfunkchors
Orchester des Wandels: Musiker:innen der Staatskapelle Berlin
Dirigent: Gregor A. Mayrhofer
Libretto: Markus Vogt
Dramaturgie: Julia Hendes und Matthias Fuchs

Karten 25/50 Euro, Ermäßigung für Schüler:innen und Studierende 50% unter 030/20354555 oder unter staatskapelle-berlin.de.

Keyvisual: Noma Bar

Yólotl Latino - Tournée der Gegenseitigkeit und Integration

14. August bis 19. September 2022

14. August bis 19. September 2022

Yólotl Latino ist ein von jungen  lateinamerikanischen Musikstudenten am Salzburger Mozarteum gegründetes Ensemble, das eine Verbindung zwischen klassischer und populärer Musik herstellen will. Konkret soll dies auf der "Tournée der Gegenseitigkeit und Integration" geschehen, die das Ensemble vom 14. August bis 19. September 2022 durch Brasilien, Bolivien, Kolumbien und Mexiko führen wird. Als Aufführungsorte werden bewusst sozial isolierte und wirtschaftlich benachteiligte Regionen und Stadtviertel ausgewählt. In den Konzerten bringt das Ensemble sowohl klassische Stücke als auch die Interpretation von  Liedern und Melodien im klassischen Format zu Gehör, die als Hymnen der lateinamerikanischen Völker gelten. Neben dem Konzertieren werden die Musiker Kindern und Jugendlichen Instrumentalunterricht geben, um bei ihnen das Interesse an den darstellenden Künsten, insbesondere der Musik, zu wecken und zu fördern.

Das Ensemble besteht aus der brasilianischen Geigerin Nathalia Oliveira und dem brasilianischen Geiger Vinícius Gomes de Oliveira Sousa, dem bolivianischen Tenor Rodrigo Alegre Vargas, den Kolumbianern Daniel Medina Arango an der Bratsche und Juan Felipe Osorio an der Gitarre sowie aus Mexiko dem Pianisten Daniel Ochoa Gaxiola und dem Cellisten Isaac Fernández Uribe. Nähere Informationen zu Konzept und Tournée enthält der Prospekt auf dieser Seite.

„Wir sind Erde“ - Text Markus Vogt

Uraufführung 13. November 2022

Philharmonie Berlin

Uraufführung 13. November 2022

Philharmonie Berlin

Mit der Erstellung des Librettos für das Oratorium „Wir sind Erde“ beauftragte die Stiftung kulturelle Erneuerung Markus Vogt, Professor für Christliche Sozialethik an der Ludwig Maximilians Universität München. Seine Aufgabe war, die teilweise oft sehr wissenschaftlich oder dogmatisch formulierten Botschaften der Enzyklika „Laudato si‘“ in eine musikalisch umsetzbare Sprache zu transformieren. Markus Vogt hat sich in verschiedenen Funktionen intensiv mit der Enzyklika auseinandergesetzt. Außerdem ist er ein ausgewiesener Experte im Bereich Nachhaltigkeit, Umweltethik und Gerechtigkeit.

Markus Vogt, Jahrgang 1962, studierte Theologie und Philosophie in München, Jerusalem und Luzern. Von 1992 bis 1995 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung. Seit 1995 berät er die Deutsche Bischofskonferenz in ökologischen Fragen. Von 1998 bis 2007 hatte er eine Professur für Christliche Sozialethik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern inne und leitete die dort von ihm gegründete Clearingstelle „Kirche und Umwelt“. 2007 wurde er an den Lehrstuhl für Christliche Sozialethik der Universität München berufen. 2011/2012 bekleidete er eine Forschungsprofessur am Rachel Carson Center for Environment and Society, dessen Permanent Fellow er bis heute ist. Seit 2016 ist er ferner Mitglied, zeitweise auch Sprecher des Sachverständigenrates Bioökonomie der Bayerischen Staatsregierung. 2017 wurde ihm der Economy and Society Award der päpstlichen Stiftung „Centesimus Annus Pro Pontifice“ (CAPP) und 2018 die Staatsmedaille für herausragende Verdienste um die Umwelt vom Bayerischen Umweltministerium verliehen. 2021 erschien sein umfassendes Werk "Christliche Umweltethik. Grundlagen und zentrale Herausforderungen".