5. Interkulturelles Festival

9. bis 12. Juli 2026

Tlatlauquitepec und Zacapoaxtla, Mexiko

9. bis 12. Juli 2026

Tlatlauquitepec und Zacapoaxtla, Mexiko

Von 9. bis 12. Juli 2026 richtet das mittel- und südamerikanische Musikensemble Yolotl Latino im mexikanischen Bundesstaat Puebla zum fünften Mal ein Interkulturelles Festival aus, bei dem klassische und populäre Musik aus Lateinamerika und Europa auf hohem technischen und musikalischen Niveau gespielt wird. Neben Konzerten und Gastvorträgen sind Schulbesuche vorgesehen, bei denen Schülern ihnen bisher unbekannte Musikstile und Instrumentierungen nähergebracht werden sollen. Alle Musiker treten ohne Honorar auf. Ferner veranstaltet Yolotl Latino Workshops, auf denen traditionelle Musiker der Region ihre Kenntnisse des Huapango und des Son Huasteco vertiefen können.

Darüber hinaus wird Yolotl Latino in Zusammenarbeit mit Eduardo García Barrios, künstlerischer Leiter des Orquesta Escuela Carlos Chávez (OECC) und engagierter Förderer der Musikerziehung und -bildung in Mexiko mehrere Konzerte in Mexiko-Stadt geben. Auch hier ist die ehrenamtliche Arbeit mit Schülern wichtiger Teil des Projekts. Die Studierenden des OECC können dabei von der beruflichen Erfahrung in  Kammermusik und Orchesterspiel der international renommierten Musiker, die über eine fundierte Ausbildung an der Universität Mozarteum in Salzburg und anderen weltweit angesehenen Institutionen verfügen, profitieren.

 

 

 

 

 

 

 

3. Soziale Symphonie

3. Juli 2026, 20 Uhr

Großer Saal, Elbphilharmonie, Platz der Deutschen Einheit 4, 20457 Hamburg

3. Juli 2026, 20 Uhr

Großer Saal, Elbphilharmonie, Platz der Deutschen Einheit 4, 20457 Hamburg

Zum Abschluss des TONALI Festivals, das vom 26. Juni bis 3. Juli 2026 stattfindet, erklingt die dritte Soziale Symphonie, kuratiert von Franziska Ritter und Christian Siegmund vom Kollektiv 1:1 Concerts. Gemeinsam mit dem asambura ensemble, Akademist:innen der TONALi Bühnenakademie, Jugendlichen der TONALi Publikumsakademie und Künstler:innen der Stadt zeigen sie, wie aus vielen kleinen Momenten der Verbundenheit ein großes gemeinsames Miteinander – eine Soziale Symphonie – entstehen kann. In fünf Sätzen treten Musik, Raum und alle Beteiligten miteinander in Resonanz. Was auf der Bühne passiert, beginnt schon Wochen vorher in der Stadt: In zahlreichen kleinen musikalischen Begegnungen im Slow-Dating-Format treffen Hamburger:innen auf Augenhöhe aufeinander.

TONALi – von den beiden Cellisten Amadeus Templeton und Boris Matchin 2010 gegründet – ist ein partizipatorisches, gemeinnütziges Kultur- und Bildungsprojekt, das gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken, Diskriminierungen entgegenwirken und gleiche Chancen auf Kunst, Bildung und Teilhabe aller Menschen ermöglichen will.

Tickets können hier bestellt werden.

Wie schützt der Mensch sich vor sich selbst?

Die gegenwärtig in vielen Teilen der Welt zu beobachtende Rückkehr von Aggression, Destruktivität und Lüge in Politik und Gesellschaft zeigt, dass die größte Gefährdung der Zukunft der Menschheit der Mensch selbst und sein Missbrauch von technisch und autokratisch gesteigerter Macht ist. Mündet die expansive Moderne in eine ökologische und militärische Selbstzerstörung? Ist der Mensch überhaupt friedensfähig? Sind die Nachhaltigkeitsideen von Suffizienz, intelligenter Selbstbegrenzung und global-intergenerativer Verantwortung schon aus anthropologischen Gründen illusionär? Welches Menschenbild liegt dem christlich-humanistischen Gesellschaftsmodell zugrunde? Ist es angesichts digitaler Entmündigung und heutiger humanwissenschaftlicher Erkenntnisse überhaupt zukunftsfähig?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Stiftung kulturelle Erneuerung seit langem. Sie sind auch Gegenstand des aktuellen wissenschaftlichen Projekts „Wie schützt der Mensch sich vor sich selbst?“. Im Mittelpunkt stehen dabei anthropologische, philosophische, religiöse und sozialethische Aspekte. Die Federführung des Projekts hat der Umwelt- und Sozialethiker Markus Vogt von der Ludwig-Maximilians- Universität München. Als weitere Wissenschaftler wirken die Kulturphilosophin Barbara Schellhammer von der Hochschule für Philosophie München sowie der Wissenschaftshistoriker und Direktor am Max-Planck-Institut für Geoanthropologie in Jena Jürgen Renn mit. Zum Thema geplant sind zahlreiche Workshops, interdisziplinäre Seminare, Vorlesungen, Konferenzen, Publikationen sowie eine Zusammenarbeit mit dem Münchner Residenztheater.

Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt.

DAPHNE: Unter Bäumen

19., 20. und 21. Juni 2026, jeweils 20 Uhr

Produktionshaus NAXOS, Waldschmidtstraße 19, 60316 Frankfurt am Main

19., 20. und 21. Juni 2026, jeweils 20 Uhr

Produktionshaus NAXOS, Waldschmidtstraße 19, 60316 Frankfurt am Main

DAPHNE: Unter Bäumen ist eine Musiktheater-Installation der Sängerin und Regisseurin Alina Huppertz, die sich mit der Beziehung zwischen Menschen und Bäumen auseinandersetzt. Sie lädt dazu ein, Bäume nicht in erster Linie als Nutzungsgegenstände wahrzunehmen sondern aus einer neuen Perspektive als Zufluchtsort, Projektionsfläche und als Gegenüber zu erleben. Inspiriert durch die mythologische Figur der Daphne, die sich in einen Baum verwandelt, sollen den Zuschauern Interaktionsformen zwischen Menschen und Bäumen auf spielerische Weise zugänglich gemacht werden. Dabei soll auch wieder die Faszination für den Blick in die Bäume geweckt werden. Die Musik hat Jennifer Nicolay komponiert.

Tickets sind hier erhältlich.

 

 

THE BIRDS REPUBLIC

Aufführungen 19. bis 23. Mai 2026, 18 Uhr

Bürgewald, 52399 Merzenich

Aufführungen 19. bis 23. Mai 2026, 18 Uhr

Bürgewald, 52399 Merzenich

Die Inszenierung  "THE BIRDS REPUBLIC", die im Rahmen des 25. Sommerblutfestivals  stattfindet, setzt sich mit dem radikalen Wandel des Rheinischen Reviers auseinander: Wo früher Kohle abgebaut wurde, entstehen neue Lebensräume. Das Stück lädt zu einer theatralen Busreise in diese Landschaft im Umbruch ein. Gemeinsam mit Expert:innen, Aktivist:innen und Anwohner:innen blicken die Veranstalter aus der Vogelperspektive auf die Zukunft der Region. Sie wollen dabei das Bewusstsein für die bestehende Klimakrise sowie die Verbindung zu der uns umgebenden Umwelt und die Herkunft der von uns genutzten Ressourcen fördern. Im Mittelpunkt der Reise stehen Fragen wie: Wie sieht die Rekultivierung der Tagebauflächen nach dem Kohleausstieg aus? Was können wir aus dem Vorgehen im Rheinischen Revier für die anstehenden gesellschaftlichen, ökologischen und ökonomischen Transformationsprozesse lernen?

Die Busreisen starten von Köln und Aachen. Ziel der Reise ist das "Zukunftsdorf" Bürgewald (ehemals Morschenich), das inzwischen von 15 Alt-Morschenicher:in-nen und etwa 140 Geflüchteten bewohnt wird. Die Reise endet mit einem großen musikalischen Finale, in dem sich der Gesang der Vögel, Expert:innen und Bürger:innen vereint.

 

Elysium

Uraufführung 30. April 2026, 20 Uhr

Stadttheater Landsberg Schlossergasse 381, 86899 Landsberg am Lech

Uraufführung 30. April 2026, 20 Uhr

Stadttheater Landsberg Schlossergasse 381, 86899 Landsberg am Lech

Das Tanztheater „Elysium“, eine Kooperation zwischen Dustin Klein (Choreograph und Tänzer) und Felix von Bredow (Schauspieler und Theaterautor) entführt uns in eine Welt, in der sich die Lebensbedingungen der Menschen drastisch verändert haben. Hitze, Wassermangel, und Ascheregen prägen die Szenerie und erschweren den Alltag. Zwei Strategien dargestellt von den beiden Initiatoren des Stücks  prallen aufeinander. Der Eine bewahrt und isoliert sich in einer gläsernen Festung. Der Andere akzeptiert die veränderten Bedingungen und versucht, im Einklang mit der Natur zu leben. Bewahrung trifft auf Wandel. Steht am Ende Elysium, ein Ort vollkommenen Glücks?

Weitere Vorstellung: 1. Mai 2026, 20 Uhr

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Knallkrebs, Kuckuck & Co

Premiere 14. April 2026, 20 Uhr

LOFFT das Theater, Spinnereistraße 7, Halle 7, 04179 Leipzig

Premiere 14. April 2026, 20 Uhr

LOFFT das Theater, Spinnereistraße 7, Halle 7, 04179 Leipzig

Machen Tiere Musik?  Kann Musik ein Mittel zur Verständigung zwischen Mensch und Tier sein? Falls ja, können Menschen mit Tieren musizieren? Und wo verläuft die Grenze zwischen Musik und Geräusch? Diesen Fragen gehen die Theaterkünstler Anton Fuchs, Maj Lilith Hemmesmann und Anso Dautz am 14. April 2026 in der musikalischen Theaterperformance "Knallkrebs, Kuckuck & Co" in Leipzig nach. Dabei setzen sie Musikinstrumente, Videos, Puppenteile und Masken ein. Ziel ist, in Zeiten von Klimakrise und Artensterben neue Perspektiven auf unsere Mitgeschöpfe zu eröffnen und interspezifische Verständigung auszuprobieren.

Weitere Vorstellungen:

  1. April 2026, 20 Uhr
  2. April 2026, 20 Uhr

 

 

ROMBO

Premiere 4. März 2026, 19.30 Uhr

Reaktorhalle, Luisenstraße 37 a, 80333 München

Premiere 4. März 2026, 19.30 Uhr

Reaktorhalle, Luisenstraße 37 a, 80333 München

„ROMBO“ heißt das neue Stück von Jakob Altmayer und Celine Lacherdinger und bezeichnet auf italienisch das Grollen, das einem Erdbeben vorausgeht. Das Stück fußt auf dem gleichnamigen preisgekrönten Roman von Esther Kinsky. Er handelt von den Erdbeben, die 1976 die Bergregion Friaul im Nord-Osten Italiens erschüttern. An die tausend Menschen sterben unter den Trümmern, Zehntausende sind ohne Obdach, viele verlassen ihre Heimat für immer. Esther Kinsky rekonstruiert in ihrem Roman das Erleben der Momente vor, während und nach der Erschütterung. Dafür gibt sie dem vom Beben gezeichneten Gelände Stimmen: Von Kalkstein über eine Carbon-Schlange bis zu einer Dorfbewohnerin, die von Vorahnungen, Veränderungen und Erinnerungen zeugen.

Das Stück „ROMBO“ überführt diese Textpartitur in ein Klangbild, in dem Erinnern zur Aufgabe wird: Inwiefern beeinflusst die Naturkatastrophe – die den Boden unter den Füßen als instabil entlarvt – das menschliche Vertrauen in eine sichere Umwelt? Wie gehen die Menschen mit dem Verlust einer bestehenden Ordnung um? Welche Spuren hinterlässt der Bruch und wie lassen sich aus ihm neue Formen des gesellschaftlichen Miteinanders entwickeln?

Premiere: 4. März 2026, 19.30 Uhr, 19 Uhr Werkeinführung

Weitere Aufführungen: 6. und 7. März 2026 jeweils um 19.30 Uhr

Von Steinen und Menschen

Die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg gelegen zwischen Nürnberg und Prag erinnert an einen Ort, dessen Granitreichtum Anlass der Errichtung eines Zwangsarbeitslagers durch die Nationalsozialisten war. Der Steinbruch „Wurmstein“, in dem die KZ-Insassen Zwangsarbeit leisten mussten, wurde 2024 der Gedenkstätte Flossenbürg zugeordnet. Die Künstlerin und Kulturmanagerin Beatrice Voigt hat ein Konzept für ein transformatorisches Ausstellungs-, Aktions- und Bildungsprojekt entwickelt, das den Steinbruch zum integralen Bestandteil der Gedenkstätte macht.

Ziel des Konzepts "Von Steinen und Menschen" ist, die Entwürdigung von Mensch und Natur offenzulegen und die einschneidenden Verletzungen sowohl der Internierten als auch des Steinbruchs „Wurmstein“ im Sinne einer Bewahrung und Transformation von Leid zu thematisieren. Mensch und Stein, die Rolle des Menschen als Teil der Natur sowie als Gestalter von Kultur sollen neu zueinander in Beziehung gesetzt werden. Versöhnung und Frieden, Würde und Gerechtigkeit, Empathie und Respekt sollen in multimedialer Vielfalt vor Ort wahrnehmbar, erfahrbar und gestaltbar werden. Das Konzept enthält unter anderem Vorschläge zu internationalen Steinbildhauersymposien, die durch gemeinschaftliches Arbeiten im Steinbruch „Wurmstein“ eine transformierende und heilende Qualität in die Landschaft einbringen und von Vorträgen, Diskussionen und Seminaren für unterschiedliche Altersgruppen begleitet werden.

Orgelbüchlein

Martin Sturm, Organist und Professor für Orgel und Improvisation an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar  sowie Daniel Beilschmidt, Organist der Schlosskirche Altenburg  haben an der berühmten Trostorgel in Altenburg die Musikstücke „Orgelbüchlein“ und „Wohltemperirtes Clavier“ eingespielt. Das einmalige Aufnahmeprojekt ist in seiner Konzeption europäisch angelegt und soll die Wahrnehmung der Bachschen Musik und des Instrumentes Orgel international neu beleuchten. Die Aufnahme hat das junge polnische Label „ars sonora“ übernommen, für die Veröffentlichung und Vermarktung ist das Label „Querstand“ der renommierten Verlagsgruppe Kamprad zuständig.

Veröffentlicht werden die beiden Aufnahmen auf CD und als Onlinestream im September 2025 im Kontext der traditionsreichen „Thüringischen Orgelakademie“ und dem europäischen Netzwerk „ECHO - European Cities of Historisches Organs“, deren jährlich wechselndes Zentrum in diesem Jahr Altenburg ist. Das begleitende Videomaterial wird im Laufe des Jahres auf YouTube zu sehen sein.