10. Klimakonzert: GLETSCHERWELTEN IM HEIZKRAFTWERK

24. Mai 2022

Kraftwerk Berlin, 19.00 Uhr

24. Mai 2022

Kraftwerk Berlin, 19.00 Uhr

Im Rahmen ihres zehnten Klimakonzerts entführt das Orchester des Wandels bestehend aus Musiker:innen der Berliner Staatskapelle die Zuhörer in faszinierende, in ihrem Bestand bedrohte Gletscherlandschaften: Sie begleiten den Stummfilm "Die weiße Hölle des Piz Palü" nach der Musik von Ashley Irwin. Der Stummfilm von Arnold Fanck und Georg Wilhelm Pabst, in dem unter anderem die Schauspielerin Leni Riefenstahl und der Flieger Ernst Udet mitwirken, wurde 1929 uraufgeführt. Die Originalfassung war bis 1996 verschollen. Der wieder entdeckte Film wurde daraufhin neu aufbereitet und mit einer neuen Filmmusik - diesmal komponiert von Ashley Irwin - unterlegt.

Für ihr zehntes Klimakonzert bespielen die Musiker*innen der Staatskapelle Berlin einen Ort Berliner Industriegeschichte: Das ehemalige Heizkraftwerk Mitte. Versorgte es die Menschen lange Zeit mit Wärme ist es heute ein überwältigender Raum, in dessen spürbarer Energie die Künstler der Staatskapelle gemeinsam mit dem Dirigenten Frank Strobel die eindrucksvollen Gletscherlandschaften von vor 100 Jahren zu neuem Leben erwecken werden.

Der Erlös des Klimakonzerts kommt unter anderem der Renaturierung des Auenwalds in Moldawien zugute, die durch die wenig nachhaltige Landwirtschaft und den voranschreitenden Klimawandel ernsthaft bedroht sind. Die Schwemmgebiete des Pruth, eines Nebenflusses der Donau sowie die angrenzenden Auenwälder sind sowohl für die regionale Süßwasserversorgung als auch als Vogelbrutgebiete von großer Bedeutung.

 

Uri Caine - Composer in Residence 2022

1. Mai 2022, 10.00 Uhr

Georgenkirche, Eisenach

1. Mai 2022, 10.00 Uhr

Georgenkirche, Eisenach

Seit dreissig Jahren bewahren die Thüringer Bachwochen nicht nur das Erbe Johann Sebastian Bachs sondern übersetzen ihn in die heutige Zeit und vermitteln ihn dadurch einem breiten Publikum. In den kommenden Jahren verfolgen sie ein ambitioniertes Projekt. Komponisten und Komponistinnen sind eingeladen, neue Kantaten zu komponieren - und zwar unter Bachschen Bedingungen: So wie Bach ab 1723 jede Woche eine neue Kantate präsentierte, werden die "composer in residence" in einer Woche eine Kantate komponieren, im Bachland Thüringen und zur Uraufführung an einem Bachschen Ort.

Den Auftakt macht der New Yorker Pianist und Komponist Uri Caine, der sowohl im Jazz als auch in der Klassik beheimatet ist und sich seit vielen Jahren mit der Übersetzung klassischer Musik in die Moderne beschäftigt. Seine Hommagen an Mahler und Wagner bewegen sich in den Grenzbereichen von Klassik, Jazz und neuer Musik. Nun stellt er sich der Herausforderung des Komponierens unter Zeitdruck und wird dabei auch Einblicke in seine Werkstatt gewähren. Die Uraufführung ist am 1. Mai in Eisenach in der Georgenkirche.

Darüber hinaus sind im Jubiläumsjahr renommierte Interpreten im Programm zu finden. Zu den großen Namen gehören die Starpianisten Daniil Trifonov und Pierre-Laurent Aimard, Tanja Tetzlaff, das Freiburger BarockConsort, Cembalist Kristian Bezuidenhout sowie das Amsterdamer Orchester des 18. Jahrhunderts. Das gesamte Programm der Thüringer Bachwochen, die vom 8. April bis zum 1. Mai 2022 an den authentischen Bachorten in Thüringen stattfinden und in denen Bach nicht nur musiziert, sondern auch getanzt, inszeniert, arrangiert oder mit neuen Texten versehen wird, finden Sie hier.

Mit Kunst Ökonomie transformieren - Bilanz 2021

Seit 2019 fördert die Stiftung kulturelle Erneuerung das Projekt "Orientierung und Aufbruch in Krisenzeiten - Mit Kunst Ökonomie transformieren" der Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung. 2021 wurde ein eigens der Imagination und Bildlichkeit gewidmetes Forschungscluster gebildet, in dem der Einfluss von  Vorstellungskraft und daraus resultierender Bildlichkeit auf ökonomische Veränderungen systematisch erforscht werden. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche Bedeutungen Imaginationen, Narrative, Bilder etc. in der Gestaltung der Wirtschaft haben, wie sie sich neugestalten lassen und welche Verantwortung sowie Potentiale darin für eine nachhaltige Zukunftsgestaltung liegen.

Daraus sind im letzten Projektjahr weitere größere Forschungsprojekte entstanden, wie das Projekt "New Imaginative Economies", das durch die Volkswagenstiftung gefördert wird. Darüber hinaus wurden die Erkenntnisse aus dem Projekt unmittelbar in die Lehrpraxis und in den öffentlichen Diskurs eingebracht. So konnte im Wintersemester 2020/2021 ein neuer Studiengang "Ökonomie - Imagination- Zukunftsgestaltung" eingerichtet werden, der inzwischen akkreditiert und staatlich anerkannt ist. Ferner wurde schwerpunktmäßig damit begonnen, die Kunst als tatsächliche transformative Praxis in die Lehre zu integrieren, so dass nicht mehr nur ein Forschen über sie sondern auch mit ihr erfolgt. Diesen Ansatz will die Cusanus Hochschule in den nächsten Jahren weiterentwickeln und dabei insbesondere in der Lehre mit Kunsthochschulen und Hochschulen für Design sowie mit Vertreter:innen der Kunstpädagogik kooperieren.

Über die einzelnen Aktivitäten informiert der Projektbericht 2021.

 

 

 

anders wachsen-Modellgemeinde - Bilanz 2021

Die christliche anders wachsen-Modellgemeinde will in der Praxis zeigen, dass Alternativen zu den herrschenden nicht nachhaltigen Lebensweisen möglich sind, von der Frömmigkeit über den Gemeindeaufbau bis zu den praktischen Lebensvollzügen. Umgesetzt wird dies derzeit in der Dresdner evangelischen Kirchgemeinde Johannes-Kreuz-Lukas. Seit September 2019 wird die Gemeinde auf ihrem Weg zu nachhaltigeren Lebensweisen von der Theologin und Projektleiterin Juliane Assmann begleitet. Angeboten werden unter anderem religiöse Veranstaltungen zum Thema Entschleunigung, Netzwerke alternativen Wirtschaftens, Bildungsprogramme zu Möglichkeiten solidarischen Lebens und Wirtschaftens sowie Ansätze nachhaltiger Beschaffung.

So wurde 2021 die Ausstellung „Damit die Saat aufgeht“ präsentiert, die christliche Glaubenssätze mit praktischen Herangehensweisen aus der heutigen Welt verknüpft. Einige davon hat „anders wachsen“ selbst umgesetzt: Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Initiative wurde nicht nur ein Inspirationstag gefeiert, sondern auch ein Grundeinkommen verlost. Die Gewinnerin wird nun durch das Jahr begleitet und ist regelmäßig im Podcast zu hören. Was ein Grundeinkommen mit dem christlichen Glauben zu tun hat, wird immer wieder im Gottesdienst in der Predigt reflektiert, so zuletzt in einer Predigtreihe zu Geld und Verteilung in der Bibel. Aber auch online sind diese Predigten zu finden.

Im Rahmen von Ideenwerkstätten konnten sich die Gemeindemitglieder und andere Bürger:innen des Stadtteils beteiligen und den Fragen nachgehen, wie Kirchgemeinden gerecht und nachhaltig leben können und welche Möglichkeiten bestehen, mit Geld umzugehen, die nicht auf Leistung und Produktivitätssteigerung basieren. „Ziel ist es“, so Juliane Assmann, „Hoffnungsort für Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit zu werden und die christliche Verheißung vom Reich Gottes, von Frieden, Gerechtigkeit und Freude aus dem Heiligen Geist nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten zu verkünden. Die Corona-Pandemie und der damit einhergehende Lockdown haben Türen für neue Ansätze aufgestoßen, wodurch ein Kairos für ‚anders wachsen‘–Fragen entstanden ist.“ Nicht alle Gemeindeglieder waren jedoch offen für so viel Neues. In den Gesprächsrunden in der ursprünglich am Projekt teilnehmenden Kirchgemeinde „Frieden und Hoffnung“ wurde kritisiert, dass die Kirchgemeinde schon vor dem Projekt "anders wachsen" einen beträchtlichen Teil ihrer Beschaffung nachhaltig umgestellt habe, so dass dieses überflüssig sei. Zuletzt sahen viele Gemeindemitglieder „anders wachsen“ so kritisch, dass die Projektleiterin entschied, sich auf die Kirchgemeinde "Johannes-Kreuz-Lukas" zu konzentrieren, in der mehr Gestaltungsraum vorhanden war.

In dieser Kirchgemeinde bestand eine der eingebrachten Ideen darin, neben den bereits aufgestellten FairTeiler zum Lebensmitteltausch auch einen Gabenschrank hinzustellen, in dem kleine Gegenstände weiterverschenkt werden können. Auf der Teilwand neben dem Kirchsaal können Menschen größere Gegenstände suchen oder verschenken, wie zuletzt ein Klavier.

Der Gemeindegarten, der von Kindergarteneltern eingerichtet wurde und weiterhin gepflegt wird, ist inzwischen Ausgangspunkt für weitere Gemeindeaktivitäten geworden. Die Gemeindepädagogin hat einen offenen Gartentreff sowie eine Entdeckerzeit für Kinder eingerichtet, um den Stadtteil zu erkunden und einander im lockeren Rahmen besser kennenzulernen. Diese Wiedervereinnahmung des nachbarschaftlichen Raums wird auch durch die Spaziergänge durch den „essbaren Stadtteil“ verstärkt: Hier werden Pflanzen gezeigt, die mitten in der Stadt wachsen und trotzdem essbar sind.

Derzeit arbeiten der Pfarrer und die Projektleiterin daran, die „anders wachsen“-Aktivitäten für den gesamten Stadtteil zu öffnen. Der Fokus soll nicht mehr nur auf der Kirchgemeinde liegen, sondern auf dem Gemeinwohl in der Johannstadt.

17 Ziele - Welt in Not

Das vom Autor, Musikproduzenten und Musiklehrer Peter van Ham komponierte Lied über die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele wird immer populärer. In Frankfurt am Main haben 14 Klassen der Textorschule das Lied für die Kinderversion eingesungen – nacheinander, wegen Corona – und am Ende wurde das Ganze zu einem Chor von 400 Schülerinnen und Schülern zusammengefügt und als CD herausgebracht. Die CD enthält fünf Versionen von „Siebzehn Ziele - Welt in Not“, gesungen von Tonii und den Textor Kids. Drei deutsche, eine französische und eine Playback-Version zeigen den Einsatz der jungen Generation für unseren Planeten.

Darüber hinaus gelang es Peter van Ham, den Musiker Sting zur Freigabe seines Lieds "Message in a Bottle" aus dem Jahr 1979 zu bewegen, da kein anderes Lied so gut zur Rettung der Weltmeere passt. Die aktuelle Version wird untermalt von Meeresgeräuschen von der US-Sängerin Tara Louise gesungen.

 

 

Die letzten Tage der Menschheit

Teamtheater, Am Einlaß 2a, 80469 München

September und Oktober 2021

Teamtheater, Am Einlaß 2a, 80469 München

September und Oktober 2021

Fake News sind keine Erfindung des 21. Jahrhunderts sondern schon zu Zeiten des ersten Weltkriegs an der Tagesordnung. Fake News und Fake Politics stehen im Mittelpunkt des 1922 erschienenen Stücks "Die letzten Tage der Menschheit" des österreichischen Schriftstellers und Satirikers  Karl Kraus, das das TeamTheater mit einem virtuos verwandlungsfähigen Ensemble als eindrucksvolle Collage inszeniert. Karl Kraus legt die damaligen Machenschaften von Gesellschaft, Politik und Presse schonungslos offen und ist dabei von bedrückender Aktualität.

 

 

Die technokratische Diktatur

Der neue Film "Die technokratische Diktatur" von Victoria Knobloch beschäftigt sich mit der Janusköpfigkeit des technischen Fortschritts. Was ist technischer Fortschritt? Wie wirkt er auf Wirtschaft und Gesellschaft? Was erhoffen sich die Menschen von der Digitalisierung der Welt? Macht die Technik wirklich alles bequemer, einfacher, schneller, besser?

Die Filmemacherin möchte bewusst machen,  dass die Menschen wieder visionäre und humane Wertevorstellungen brauchen, in denen sie ihre naturwissenschaftlichen Forschungen und technischen Entwicklungen einbetten können, und erklären, warum das von wesentlicher Bedeutung ist, vielleicht sogar für das Überleben auf dem Planeten.

Der Film ist in voller Länge auf youtube zu sehen.

Den Film gibt es auch zusammen mit vertiefenden Buchtexten der Interviewpartner auf einer DVD zu kaufen.
Erscheinungsdatum ca. Oktober-November 2021.
Arun-Verlag, 128 Seiten, Hardcover mit DVD, 19,95 Euro, ISBN 978-3-86663-131-1

 

 

 

Sommerakademie 2021

20. bis 22. August 2021

Schnackenhof, 90552 Röthenbach a. d. Pegnitz

20. bis 22. August 2021

Schnackenhof, 90552 Röthenbach a. d. Pegnitz

Die Akademie für west-östlichen Dialog der Kulturen fördert den interkulturellen Dialog durch praktische Begegnungen von Philosophie, Kunst und Religion. Das Thema der diesjährigen Sommerakademie, die vom 20. bis 22. August 2021 im Schnackenhof in Röthenbach an der Pegnitz stattfindet, ist der "Dialog der Kulturen - Symphonie der Differenzen". Im Mittelpunkt steht das Verhältnis von Ethik und Religion in den Weltkulturen. In 15 Referaten, umrahmt von einem künstlerischen Begleitprogramm, wird unter anderem darüber diskutiert, ob es eine religiöse Ethik gibt und auf welchen Grundlagen sie gegebenenfalls in den einzelnen Weltreligionen ausgestaltet wird sowie welche Theorien zu einem glückenden Leben mit anderen beitragen können.

DAS MEDITIER

Premiere 5. August 2021

Weingartenweg 2, Schondorf am Ammersee

Premiere 5. August 2021

Weingartenweg 2, Schondorf am Ammersee

Das ELLE KOLLEKTIV bestehend aus den Schauspieler*innen Elisabeth-Marie Leistikow und Luis Lüps sowie dem Bühnen- und Kostümbildner Louis Panizza macht seit 2017 immersives Theater im ländlichen Raum. Im August 2021 wird das Theaterstück "Das Meditier" in Schondorf am Ammersee aufgeführt. Es widmet sich der Frage "Was ist Wahrheit?" und untersucht die Mechanismen der Meinungsbildung. Die Suche nach Wahrheit verbinden die Künstler*innen mit der Erforschung des Elements Wasser. Dabei geht es unter anderem um die Themen  Gewässerökologie und  Klimawandel sowie dessen Folgen für den Ammersee. Im Verlauf der Vorstellung werden die etwa 60 Zuschauer*innen mit Tretbooten zu einer installierten Floßstation hinausfahren.

Das "Meditier" ist der letzte Teil einer Trilogie. Vorausgegangen sind die Theaterstücke ERLEUCHTHUND (2017) und  DIE BLONDIERTE STIERIN (2019). Alle drei Stücke handeln von außerirdischen Wesen, die den Menschen dazu einzuladen, sich selbst und das Menschsein spielerisch neu zu betrachten und einen Perspektivwechsel zu wagen, der den Menschen möglicherweise als sich selbst überschätzende Spezies entlarvt.

Premiere: 5. August 2021

Weitere Aufführungen: 06.- 07. August, 12. - 14. August, 19. - 21. August 2021

17 Global Goals - Ein Lied für eine Welt in Not

2015 definierten die Vereinten Nationen 17 globale Ziele der Nachhaltigkeit, um den Raubbau an Natur, Umwelt, Mensch und Gesellschaft auf der Erde aufzuhalten und ein dauerhaft menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Leider ist die Umsetzung dieser Ziele, die eigentlich 2030 abgeschlossen sein soll, noch nicht ausreichend weit gediehen.

Um so viele Menschen wie möglich zu motivieren, sich für die Verwirklichung der globalen Nachhaltigkeitsziele einzusetzen, hat der Autor, Kulturschaffende und Musikproduzent Peter van Ham ein Lied  "Seventeen Global Goals (World in Ache)" komponiert. Dieses Lied soll in möglichst viele Sprachen und Musikstile transferiert werden. Mittlerweile haben sich bereits zahlreiche Sängerinnen und Sänger dem Projekt angeschlossen, unter ihnen Anushka Manchanda (alias Nuka) aus Indien, Tara Louise Benjamin (alias Arcana) aus Kalifornien, Rita William aus dem Irak,  Saydou Dambélé aus Burkina Faso sowie die deutsche Sängerin Tonii aus Aachen. Weitere Musiker werden folgen.

Auf der Website des Musikprojekts werden die verschiedenen Versionen des Liedes sukzessive veröffentlicht. Darüber hinaus wird die Seite noch durch Diskussionsforen, Blogs, News und Videos ergänzt werden.