17 Ziele - Welt in Not

Das vom Autor, Musikproduzenten und Musiklehrer Peter van Ham komponierte Lied über die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele wird immer populärer. In Frankfurt am Main haben 14 Klassen der Textorschule das Lied für die Kinderversion eingesungen – nacheinander, wegen Corona – und am Ende wurde das Ganze zu einem Chor von 400 Schülerinnen und Schülern zusammengefügt und als CD herausgebracht. Die CD enthält fünf Versionen von „Siebzehn Ziele - Welt in Not“, gesungen von Tonii und den Textor Kids. Drei deutsche, eine französische und eine Playback-Version zeigen den Einsatz der jungen Generation für unseren Planeten.

Darüber hinaus gelang es Peter van Ham, den Musiker Sting zur Freigabe seines Lieds "Message in a Bottle" aus dem Jahr 1979 zu bewegen, da kein anderes Lied so gut zur Rettung der Weltmeere passt. Die aktuelle Version wird untermalt von Meeresgeräuschen von der US-Sängerin Tara Louise gesungen.

 

 

Die letzten Tage der Menschheit

Teamtheater, Am Einlaß 2a, 80469 München

September und Oktober 2021

Teamtheater, Am Einlaß 2a, 80469 München

September und Oktober 2021

Fake News sind keine Erfindung des 21. Jahrhunderts sondern schon zu Zeiten des ersten Weltkriegs an der Tagesordnung. Fake News und Fake Politics stehen im Mittelpunkt des 1922 erschienenen Stücks "Die letzten Tage der Menschheit" des österreichischen Schriftstellers und Satirikers  Karl Kraus, das das TeamTheater mit einem virtuos verwandlungsfähigen Ensemble als eindrucksvolle Collage inszeniert. Karl Kraus legt die damaligen Machenschaften von Gesellschaft, Politik und Presse schonungslos offen und ist dabei von bedrückender Aktualität.

 

 

Die technokratische Diktatur

Der neue Film "Die technokratische Diktatur" von Victoria Knobloch beschäftigt sich mit der Janusköpfigkeit des technischen Fortschritts. Was ist technischer Fortschritt? Wie wirkt er auf Wirtschaft und Gesellschaft? Was erhoffen sich die Menschen von der Digitalisierung der Welt? Macht die Technik wirklich alles bequemer, einfacher, schneller, besser?

Die Filmemacherin möchte bewusst machen,  dass die Menschen wieder visionäre und humane Wertevorstellungen brauchen, in denen sie ihre naturwissenschaftlichen Forschungen und technischen Entwicklungen einbetten können, und erklären, warum das von wesentlicher Bedeutung ist, vielleicht sogar für das Überleben auf dem Planeten.

Der Film ist in voller Länge auf youtube zu sehen.

Den Film gibt es auch zusammen mit vertiefenden Buchtexten der Interviewpartner auf einer DVD zu kaufen.
Erscheinungsdatum ca. Oktober-November 2021.
Arun-Verlag, 128 Seiten, Hardcover mit DVD, 19,95 Euro, ISBN 978-3-86663-131-1

 

 

 

Sommerakademie 2021

20. bis 22. August 2021

Schnackenhof, 90552 Röthenbach a. d. Pegnitz

20. bis 22. August 2021

Schnackenhof, 90552 Röthenbach a. d. Pegnitz

Die Akademie für west-östlichen Dialog der Kulturen fördert den interkulturellen Dialog durch praktische Begegnungen von Philosophie, Kunst und Religion. Das Thema der diesjährigen Sommerakademie, die vom 20. bis 22. August 2021 im Schnackenhof in Röthenbach an der Pegnitz stattfindet, ist der "Dialog der Kulturen - Symphonie der Differenzen". Im Mittelpunkt steht das Verhältnis von Ethik und Religion in den Weltkulturen. In 15 Referaten, umrahmt von einem künstlerischen Begleitprogramm, wird unter anderem darüber diskutiert, ob es eine religiöse Ethik gibt und auf welchen Grundlagen sie gegebenenfalls in den einzelnen Weltreligionen ausgestaltet wird sowie welche Theorien zu einem glückenden Leben mit anderen beitragen können.

DAS MEDITIER

Premiere 5. August 2021

Weingartenweg 2, Schondorf am Ammersee

Premiere 5. August 2021

Weingartenweg 2, Schondorf am Ammersee

Das ELLE KOLLEKTIV bestehend aus den Schauspieler*innen Elisabeth-Marie Leistikow und Luis Lüps sowie dem Bühnen- und Kostümbildner Louis Panizza macht seit 2017 immersives Theater im ländlichen Raum. Im August 2021 wird das Theaterstück "Das Meditier" in Schondorf am Ammersee aufgeführt. Es widmet sich der Frage "Was ist Wahrheit?" und untersucht die Mechanismen der Meinungsbildung. Die Suche nach Wahrheit verbinden die Künstler*innen mit der Erforschung des Elements Wasser. Dabei geht es unter anderem um die Themen  Gewässerökologie und  Klimawandel sowie dessen Folgen für den Ammersee. Im Verlauf der Vorstellung werden die etwa 60 Zuschauer*innen mit Tretbooten zu einer installierten Floßstation hinausfahren.

Das "Meditier" ist der letzte Teil einer Trilogie. Vorausgegangen sind die Theaterstücke ERLEUCHTHUND (2017) und  DIE BLONDIERTE STIERIN (2019). Alle drei Stücke handeln von außerirdischen Wesen, die den Menschen dazu einzuladen, sich selbst und das Menschsein spielerisch neu zu betrachten und einen Perspektivwechsel zu wagen, der den Menschen möglicherweise als sich selbst überschätzende Spezies entlarvt.

Premiere: 5. August 2021

Weitere Aufführungen: 06.- 07. August, 12. - 14. August, 19. - 21. August 2021

17 Global Goals - Ein Lied für eine Welt in Not

2015 definierten die Vereinten Nationen 17 globale Ziele der Nachhaltigkeit, um den Raubbau an Natur, Umwelt, Mensch und Gesellschaft auf der Erde aufzuhalten und ein dauerhaft menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Leider ist die Umsetzung dieser Ziele, die eigentlich 2030 abgeschlossen sein soll, noch nicht ausreichend weit gediehen.

Um so viele Menschen wie möglich zu motivieren, sich für die Verwirklichung der globalen Nachhaltigkeitsziele einzusetzen, hat der Autor, Kulturschaffende und Musikproduzent Peter van Ham ein Lied  "Seventeen Global Goals (World in Ache)" komponiert. Dieses Lied soll in möglichst viele Sprachen und Musikstile transferiert werden. Mittlerweile haben sich bereits zahlreiche Sängerinnen und Sänger dem Projekt angeschlossen, unter ihnen Anushka Manchanda (alias Nuka) aus Indien, Tara Louise Benjamin (alias Arcana) aus Kalifornien, Rita William aus dem Irak,  Saydou Dambélé aus Burkina Faso sowie die deutsche Sängerin Tonii aus Aachen. Weitere Musiker werden folgen.

Auf der Website des Musikprojekts werden die verschiedenen Versionen des Liedes sukzessive veröffentlicht. Darüber hinaus wird die Seite noch durch Diskussionsforen, Blogs, News und Videos ergänzt werden.

Bach Biennale für Weimar

2. bis 11. Juli 2021

Weimar

2. bis 11. Juli 2021

Weimar

Die Bach Biennale wurde unter der Schirmherrschaft von Nikolaus Hanoncourt  2008 gegründet - 300 Jahre nachdem Johann Sebastian Bach seinen Dienst als  Kammermusiker und Organist am Hofe der Weimarer Herzöge angetreten hatte. Das Festival ermöglicht den Besuchern einen Zugang zu Johann Sebastian Bach auf höchstem Niveau. Renommierte internationale Künstler und Ensembles spielen auf dem Instrumentarium der Barockzeit und machen die Musik zu einem klangsinnlichen Erlebnis an authentischen Weimarer Bachorten.

2021 fand die Bach Biennale unter dem Motto "Bach natürlich" statt. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden viele Konzerte im Freien abgehalten. Zudem unterstützte das diesjährige Festival verstärkt freie Musikerinnen und Musiker vor Ort, die coronabedingt seit vielen Monaten nicht auftreten konnten. So war unter anderem das junge Ensemble "Weimar Baroque" an unterschiedlichen Orten in der Stadt zu hören.

 

Damit die Saat aufgeht

14. März bis 6. Juni 2021

Hoffnungskirche, Clara-Zetkin-Straße 80, 01159 Dresden

14. März bis 6. Juni 2021

Hoffnungskirche, Clara-Zetkin-Straße 80, 01159 Dresden

Die Dresdner Hoffnungskirche hat  in Zusammenarbeit mit der Initiative "anders wachsen" und dem  Ökumenischem Informationszentrum ÖIZ die Ausstellung "Damit die Saat aufgeht - eine Ausstellung zu Wurzeln und Möglichkeiten gelebter Gerechtigkeit" erarbeitet, die am 14. März eröffnet wurde. Im Mittelpunkt stehen Bibeltexte, in denen es um Verteilungsgerechtigkeit , Befreiung und Umwelt und deren heutige Relevanz geht. Durch die Ausstellung sollen die Themen Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung und Ökumene in die Kirchen und Pfarrgemeinden getragen und möglichst viele Menschen für sie sensibilisiert werden.

Die Ausstellung ist bis 6. Juni 2021 nach den Sonntagsgottesdiensten und zu den Öffnungszeiten der Pfarramtskanzlei zu besichtigen. Sie wird durch zahlreiche Bibelabende zu einzelnen Themenaspekten begleitet. Die Ausstellung wird im Sommer an andere Gemeinden oder Vereine verliehen.

Mit Kunst Ökonomie transformieren - Bilanz 2020

Seit 2019 fördert die Stiftung kulturelle Erneuerung das Projekt "Orientierung und Aufbruch in Krisenzeiten - Mit Kunst Ökonomie transformieren" der Cusanus Hochschule. Diese will zu freiem Denken und verantwortlichem Handeln in dynamischen, unsicheren Zeiten befähigen. Dafür stärkt sie das Bewusstsein für Gemeinsinn und stellt die Lehre vom Kopf auf die Füße: Statt abstrakter Fachdisziplin stehen aktuelle wirtschaftliche und gesellschaftliche Probleme und die Sorge um eine lebensdienliche Wirtschaft und Gesellschaft im Vordergrund. Dabei spielen die Entwicklung und Einübung künstlerischer Fähigkeiten der Wahrnehmung , Imagination und Kreativität eine herausragende Rolle. Beides ist mittlerweile fest im Kernbereich der Lehre verankert.

Um die künstlerischen Fähigkeiten der Menschen als dynamisches Fundament alles Wirtschaftens und vor allem seiner gemeinsinn-orientierten Transformation erkennen und bilden zu können, war und ist erhebliche  trans- und interdisziplinäre Grundlagenforschung erforderlich. Diese nimmt sowohl die Erforschung der Bildlichkeit der bestehenden Wirtschaft als auch die imaginativen Fähigkeiten wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Akteure in den Blick. Ziel ist, das Thema der Rolle des Imaginativen und der kreativen Vorstellungskräfte für ein neues Denken und Handeln in Wirtschaft und Wirtschaftswissenschaften zu erschließen. Über die einzelnen Aktivitäten informiert der Projektbericht 2020.

Ein Jahr anders wachsen-Gemeinde

Die christlich anders wachsen-Modellgemeinde will in der Praxis zeigen, dass Alternativen zu den herrschenden nicht nachhaltigen Lebensweisen möglich sind, von der Frömmigkeit über den Gemeindeaufbau bis zu den praktischen Lebensvollzügen. Umgesetzt wird dies derzeit in den zwei Dresdner evangelischen Kirchgemeinden Frieden und Hoffnung sowie Johannes-Kreuz-Lukas. Seit September 2019 werden die zwei Gemeinden auf ihrem Weg zu nachhaltigeren Lebensweisen von der Theologin und Projektleiterin Juliane Assmann begleitet. Geplant sind unter anderem religiöse Angebote zur Entschleunigung, Ausbau der diakonischen Arbeit vor Ort, Beteiligung an Netzwerken alternativen Wirtschaftens, Bildungsangebote zu Möglichkeiten solidarischen Lebens und Wirtschaftens sowie Umstellung auf nachhaltige Beschaffung.

Nachdem zunächst der Fokus darauf gelegt wurde, das Konzept „anders wachsen“ in den Gemeinden bekannt zu machen, wurden im Folgenden gemeinsam mit den Mitgliedern konkrete Projektideen entwickelt. Dabei wurde zum Beispiel ein Lebensmitteltauschschrank, der FairTeiler, an einem Gemeindehaus installiert. Ein Teil der Birkenwiese vor der Hoffnungskirche wurde von einem Gemeindemitglied zu einem Bauerngarten in Permakultur umgewandelt. Gleich nebenan richtete die Solidarische Landwirtschaft vom Schellehof ein Verteildepot für den Stadtteil Dresden-Löbtau ein. Die Gemeinde Johannes-Kreuz-Lukas schaffte eine Generationenrikscha an, um nachhaltige und alternative Mobilität vorzuleben und anzubieten. Nach und nach wird die Beschaffung umgestellt, sodass Gemeindeblätter mit mineralölfreien Farben auf Recyclingpapier gedruckt werden können. Darüber hinaus wird Ökostrom bezogen. In der Gemeinde Johannes-Kreuz-Lukas ist die Installation einer Photovoltaik-Anlage geplant (In der Gemeinde Frieden und Hoffnung gibt es diese bereits seit über zehn Jahren.). Da Anfang 2020 im Zuge der Gemeindestrukturreform die ehemalige Johanneskirchgemeinde Dresden-Johannstadt-Striesen mit der Lukas- und Kreuzkirchgemeinde zu einer großen Innenstadtgemeinde mit mehr als 10 000 Gemeindegliedern zusammengefasst wurde, müssen jedoch erst gemeinsame Strukturen entwickelt werden, bevor umfangreiche Maßnahmen zu einer nachhaltigeren Beschaffung ergriffen werden können.

Ferner wurden in Gottesdiensten Lieferkettengesetze, Frauenrechte, die Schönheit der Schöpfung und die Abhängigkeit von fossilen Energien thematisiert. Zudem wurde mit der „Atempause“ eine Möglichkeit geschaffen, den Arbeitsalltag zu entschleunigen und sich auch unter der Woche im Gebet auf Gott und dessen Verheißungen auszurichten. Persönlicher Glaube und politisches Engagement trafen auch zusammen, als Mitglieder beider Gemeinden zusammen für das Klima streikten oder Gemeindefeste im Stadtteil gemeinsam mit anderen Akteur*innen für Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit ausrichteten. Aufgrund der Strahlkraft der anders wachsen-Projekte haben sich auch in Nachbargemeinden Arbeitskreise zu Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit gebildet. Außerdem treten zunehmend nicht kirchliche Akteur*innen an die Gemeinden heran, um punktuell mit ihnen zusammenzuarbeiten.

In den nächsten Jahren wird im Rahmen von Ideenwerkstätten, an denen sich die Gemeindemitglieder und andere Bürger des Stadtteils beteiligen können, den Fragen nachgegangen, wie Kirchgemeinden gerecht und nachhaltig leben können und welche Möglichkeiten bestehen, mit Geld umzugehen, die nicht auf Leistung und Produktivitätssteigerung basieren. „Ziel ist es“, so Juliane Assmann, „Hoffnungsort für Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit zu werden und die christliche Verheißung vom Reich Gottes, von Frieden, Gerechtigkeit und Freude aus dem Heiligen Geist nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten zu verkünden. Die Corona-Pandemie und der damit einhergehende Lockdown haben Türen für neue Ansätze aufgestoßen, wodurch ein Kairos für ‚anders wachsen‘–Fragen entstanden ist. Wie nachhaltig diese Unterbrechung und das Aufbrechen im Denken unseres ‚normalen’ Konsums und Lebensstils sind, wird sich zeigen.“