Wege zur kulturellen Erneuerung

11./12. Februar 2019

Meisterhof, Bad Wiessee

11./12. Februar 2019

Meisterhof, Bad Wiessee

Die menschliche Kultur ist janusköpfig. Sie hat die Menschen zur alles dominierende Spezies werden lassen und sie zugleich in existentielle Bedrängnis gebracht. Dabei dürften sich die Menschen schon früh dieser Ambivalenz bewusst gewesen sein. Jedenfalls sind sie von alters her darauf bedacht, die dunklen, zerstörerischen Seiten ihres kulturgeleiteten Wirkens auf die eine oder andere Weise zu kontrollieren. Zu diesem Selbstschutzmechanismus gehören zweifellos die Religionen, aber auch bestimmte Aspekte der Geisteswissenschaften, namentlich der Philosophie, und der Künste bis hin zu Mythen, Märchen, Ritualen.

Wie diese Bereiche im Lichte der Religionsgeschichte Indiens und Chinas für einen kulturellen Wandel aktiviert werden könnten, hat der Religionswissenschaftler Michael von Brück für die Stiftung kulturelle Erneuerung in einer Studie untersucht. Seine Thesen wurden am 11./12. Februar in einem Kolloquium am Meisterhof bei Bad Wiessee zur Diskussion gestellt.

Konferenz "Wie schützt der Mensch sich vor sich selbst?"

Kultur ist janusköpfig. Einerseits hat sie die Menschen zur alles dominierenden Spezies werden lassen und ihnen beispiellosen Wohlstand beschert. Andererseits hat sie sie durch Raubbau an Natur, Umwelt, Mensch und Gesellschaft in existentielle Bedrängnis gebracht.

Wie kann das zerstörerische Potential der derzeit herrschenden Kultur eingedämmt werden? Welche Strategien haben hierfür die Menschen in früheren Zeiten und anderen Teilen der Welt entwickelt? Und welche Rolle spielen dabei Wissenschaft, Kunst und Religion?

Themen wie diese wurden auf der Konferenz der Stiftung kulturelle Erneuerung
„Wie schützt der Mensch sich vor sich selbst? – Der Beitrag von Wissenschaft, Kunst und Religion“
am Samstag, den 30. Juni 2018 in Berlin behandelt.

Konferenzort: Tagungswerk, Lindenstraße 85, 10969 Berlin
Beginn der Konferenz: 10.30 Uhr
Ende der Konferenz: 17.45 Uhr

 

Die Konferenz fand in Verbindung mit einem Benefizkonzert der Stiftung NaturTon zugunsten des Eben!Holz e.V. statt. Dieses Konzert sollte ursprünglich von Enoch zu Guttenberg geleitet werden, der jedoch am 15. Juni 2018 unerwartet verstorben ist. Das Konzert wurde nun ihm gewidmet. Es spielte die Berliner Staatskapelle unter Leitung von Thomas Guggeis. Solist war der Bariton Michael Volle. Aufgeführt wurden die "Hebriden"-Ouvertüre von Felix Mendelssohn Bartholdy, die Sinfonie Nr. 44 von Joseph Haydn, die auch "Trauersinfonie" genannt wird, Ausschnitte aus Haydns "Die Schöpfung" (unter anderem die instrumentale Einleitung und einige Bass-Arien) sowie die Sinfonie Nr. 7 in h-Moll "Die Unvollendete" von Franz Schubert.

Konzertort: Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie, Herbert-von-Karajan-Straße 1, 10785 Berlin
Beginn des Konzerts: 20 Uhr
Ende des Konzerts: gegen 22 Uhr

Die Rolle der Kirchen in der Großen Transformation

5.November 2018, 19.00 bis 20.30 Uhr

LMU München, Kleine Aula (A120), Geschwister-Scholl-Platz 1

5.November 2018, 19.00 bis 20.30 Uhr

LMU München, Kleine Aula (A120), Geschwister-Scholl-Platz 1

Welche Rolle kommt den Kirchen beim notwendigen Wandel zu nachhaltigeren Lebens- und Wirtschaftsweisen zu? In welcher Form können sie zu ökologischer, gesellschaftlicher und kultureller Zukunftsfähigkeit beitragen? Und wie wollen sie den von ihnen selbst geforderten Werte- und Kulturwandel zu einer nachhaltigeren Gesellschaft fördern?

Über Fragen wie diese diskutierten am 5. November 2018  Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie sowie Vorsitzender der Kammer für Nachhaltige Entwicklung in der EKD und Markus Vogt, Professor für Christliche Sozialethik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der LMU München mit dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm. Die Diskussion moderierte Stefanie Wahl .

Grundlagen der Podiumsdiskussion "Die Rolle der Kirchen in der Großen Transformation" waren das neue Buch von Uwe Schneidewind "Die Große Transformation - Eine Einführung in die Kultur des gesellschaftlichen Wandels", die gerade veröffentlichten Überlegungen von Markus Vogt "Wandel als Chance oder Katastrophe" sowie das Impulspapier der EKD zur Agenda 2030 "Geliehen ist der Stern, auf dem wir leben".

 

Was haben wir zu verlieren?

9. Oktober 2017, 20 Uhr

Haus der Architektur, Bayerische Architektenkammer, Waisenhausstr. 4, München

9. Oktober 2017, 20 Uhr

Haus der Architektur, Bayerische Architektenkammer, Waisenhausstr. 4, München

Ist die Demokratie in der Krise? Wie wirken sich Globalisierung und Digitalisierung auf Arbeitsmarkt und materiellen Wohlstand in Europa, namentlich in Deutschland aus? Wie kann der Klimawandel verhindert werden? Wie kann der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt werden? Wie zukunftsfähig ist die westliche Kultur?

Darüber diskutierten Meinhard Miegel, Ursula Münch, Direktorin der Politischen Akademie Tutzing und der Journalist der Süddeutschen Zeitung Johan Schloemann unter der Leitung des Soziologen Armin Nassehi. Das "Forum für Baukultur" der Bayerischen Architektenkammer wollte mit dieser Veranstaltung der Bevölkerung bewusst machen, dass sie dabei ist, die Errungenschaften der westlichen Kultur zu verspielen. Darüber hinaus sollten Wege  aufgezeigt werden, wie beispielsweise Demokratie und Zivilgesellschaft belebt werden können.

Kulturelle Erneuerung – Ein Konzept auf dem Prüfstand

16. Mai 2017

Historisches Kolleg, München

16. Mai 2017

Historisches Kolleg, München

Dass die dominanten Wirtschafts- und Verhaltensweisen die Lebensgrundlagen beeinträchtigen, ist weithin erkannt. Wenn trotzdem nachhaltige Veränderungen bisher ausgeblieben sind, kann dies auf die Natur des Menschen und/oder seine Kultur zurückzuführen sein.

Im ersten Kolloquium der Stiftung kulturelle Erneuerung soll deshalb vorrangig geklärt werden, ob es Zeiten und Regionen gibt, in denen das Dilemma nicht oder in deutlich geringerem Maße besteht, welche kulturellen Dispositionen zu umweltverträglicheren Verhaltensweisen befähigen und welche Wirkungen von einer Harmonisierung des Dreiklangs von Wissenschaft, Kunst und Religion ausgehen. Geklärt werden soll ferner, wie das Verhältnis von Wissenschaft, Kunst und Religion konstruktiver als derzeit gestaltet werden kann.

 

Leitfragen des Kolloquiums

  • Was sind Anzeichen für die unzulängliche Wirksamkeit der Effizienz- und Suffizienz-Strategie?
  • Warum tun Menschen nicht, was sie für richtig halten:
    … weil ihre Natur auf Selbstzerstörung angelegt ist?
    … weil sie eine Kultur haben, die ihre Natur nicht wirksam einhegt?
    … weil sie eine zerstörerische Kultur entwickelt haben?
  • Gab es Perioden, in denen die Kultur des Menschen nicht zerstörerisch war?
  • Wie muss eine Kultur sein, die zur Suffizienz befähigt, zum Beispiel indem sie die tragenden Elemente unserer Kultur zusammenführt?
  • Gibt es hierfür historische und/ oder internationale Beispiele?
  • In welchen Kulturen bestand bzw. besteht ein harmonischer Dreiklang zwischen Wissenschaft, Kunst und Religion?

Stadtgespräch: Welche Kultur braucht Wiesbaden?

18. Mai 2017, 19 Uhr

Kiezkaufhaus, Wilhelmstraße 47 (am Stadttheater)

18. Mai 2017, 19 Uhr

Kiezkaufhaus, Wilhelmstraße 47 (am Stadttheater)

Meinhard Miegel und Alexander Klar, Direktor des Museums Wiesbaden sprachen über Kultur und darüber, was getan werden kann, um sie - speziell in Wiesbaden - zu erneuern. Untermalt wurde der Abend von zwei jungen Musikerinnen mit Akkordeon und Violine. Hinterher bestand die Möglichkeit, das Thema gemeinsam zu vertiefen.

Der Begriff der Kultur hat insbesondere in der jüngeren Vergangenheit eine folgenreiche Verengung erfahren. Stand er ursprünglich für jegliches Menschenwerk, also alles, was nicht Natur ist, so wurde er nach und nach auf das verkürzt, was in früheren Zeiten als Kunst bezeichnet wurde.

Durch diese Verkürzung wurden viele menschliche Aktivitäten namentlich die Wissenschaft, einschließlich der Wirtschaft aus den der Kultur immanenten Bindungen entlassen. An sie wurden nicht länger die Maßstäbe von Ästhetik und Ethik angelegt. Doch zukunftsfähige Kultur ruht auf den Säulen Religion, Kunst und Wissen.

Dieser Dreiklang gilt für den modernen Kulturbegriff nur noch bedingt. Hierdurch haben alle Bereiche Schaden genommen: Die Wissenschaft einschließlich der Wirtschaft, die Kunst und nicht zuletzt die Religion. Sie stehen heute weitgehend unverbunden nebeneinander. Sie wieder zusammen zu führen ist Voraussetzung einer erneuerten Kultur.

 

Warum wir nicht tun was wir für richtig halten – Über die Macht tradierten Denkens

2. Oktober 2016

Umweltforum Auferstehungskirche, Berlin

2. Oktober 2016

Umweltforum Auferstehungskirche, Berlin

Die überwältigende Mehrheit der Menschen will nachhaltig leben und wirtschaften, aber nur eine Minderheit tut es. Ursächlich hierfür dürften nicht zuletzt mentale Prägungen sein, die nachhaltigem Handeln entgegenstehen. Was sind die historischen sowie philosophisch-religiösen Wurzeln dieser Prägungen? Gibt es Wertesysteme, die nachhaltigem Leben und Wirtschaften zuträglicher sind als das unsere? Und schließlich: Können wir solche Systeme nutzen, um dem Ziel der Nachhaltigkeit näher zu kommen?

Fragen wie diese wurden auf der vierten Konferenz des ehemaligen Denkwerks Zukunft "Warum wir nicht tun was wir für richtig halten – Über die Macht tradierten Denkens" diskutiert.

Benefizkonzert

Auch diese Konferenz fand in Verbindung mit einem Benefizkonzert der Stiftung NaturTon zugunsten von Eben!Holz e.V. statt. In der Lokhalle in Berlin-Schöneberg wurde Gustav Mahlers "Das Lied von der Erde" in einer Kammermusikfassung und Olivier Messiaens "Oiseaux Exotiques – Exotische Vögel" aufgeführt.

Filmvorführung

Am Vorabend der Konferenz wurde zur Einführung in die Thematik exklusiv für Konferenzteilnehmer der soeben in deutscher Sprache fertiggestellte Film „Racing Extinction“ im KOSMOS Kino gezeigt. Sein Executive Producer Dieter Paulmann stand anschließend für Fragen zur Verfügung.

Wo bitte geht es nach Europa? – Annäherung an eine Idee

28. Juni 2016

Kloster Neustift, Südtirol

28. Juni 2016

Kloster Neustift, Südtirol

Europa, hierüber besteht heute weitgehend Konsens, ist weniger eine geografische oder politische als vielmehr eine ideelle Größe, die sich über lange Zeit allmählich herausgebildet hat: die Idee Europa. Konstitutiv für diese Idee sind in erster Linie kulturelle Gemeinsamkeiten, die ihrerseits auf bestimmten Wertvorstellungen gründen. Zu diesen zählen ein Menschenbild, bei dem jedem Einzelnen Würde und Rechte zukommen, Freiheit und Gleichheit, Solidarität und Europa gründet auf ideellen Werten, wie etwa Freiheit und Gleichheit Rechtsstaatlichkeit, Selbstbestimmung und Toleranz, Einheit in Vielfalt wie auch umgekehrt Vielfalt in Einheit sowie Religions- und Meinungsfreiheit eng verbunden mit der Trennung von Staat und Kirche.

Dabei zeigt bereits diese exemplarische Aufzählung, dass es sich die Europäer mit ihren Werten nicht leicht gemacht haben. Nicht wenige wie Freiheit und Gleichheit oder Vielfalt und Einheit stehen in manifestem oder zumindest Doch nicht wenige dieser Werte stehen in manifestem oder zumindest latentem Widerspruch zueinander latentem Widerspruch zueinander, was oft genug zu ernsten Konflikten geführt hat und weiter führt. Dies gilt umso mehr als die Europäer für ihre Werte Universalität beanspruchen, ein Anspruch, den sie allerdings selbst nur bedingt einlösen.

Ihre Haltung in der Flüchtlingsfrage dieser Tage ist ein Beleg hierfür. Innerhalb kurzer Zeit offenbarte sie die Brüchigkeit des europäischen Wertekanons. Menschenwürde, Menschenrechte, Solidarität oder Toleranz mutierten bereits unter geringer Belastung zu bloßen Lippenbekenntnissen. Die ideelle Fundierung und zugleich Überhöhung, die die Europäer ihrem Handeln zuschreiben, erwiesen sich als wenig tragfähig.

Was aber bedeutet das für ein Europa, das selbst nur eine Idee ist und auf Ideellem gründet? Diese Frage stellt sich immer wieder neu, wenn auch in jüngerer Zeit mit zunehmender Schärfe. Schon heißt es, der Was wird aus der Idee Europa, wenn am Ende nur ein buntes Staaten- und Völkergemisch bleibt? ökonomisch-technische Universalismus habe das Erbe Europas ausgelöscht oder zumindest sei dieser Kontinent durch den globalen Kapitalismus ideell ausgehöhlt worden. Was aber wird aus der Idee Europa, wenn sich ihre konstitutiven Elemente verflüchtigen und am Ende nicht viel mehr bleibt als ein buntes Staaten- und Völkergemisch und vielleicht noch ein ökonomischer Zweckverein?

Diese Sorge sei unbegründet, meinen andere. Europa sei nicht nur stark, sondern in vielen Bereichen sogar nach wie vor tonangebend. Die Sorge um Europa erwachse aus einer unzulässigen Vermengung der Idee mit unterschiedlichen staatlichen Organisationsformen, vom klassischen Nationalstaat bis hin zum Staatenbund, namentlich der Europäischen Union und hier wiederum der Eurogruppe. Diese Organisationsformen schwächelten, so die Entwarnung, nicht die Idee Europa.

Wie immer dieser breit verästelte Es bleibt zu klären, ob die Idee Europa unverändert vital ist oder nicht mehr existiert Meinungsstreit weitergeht: Die Europäer müssen sich – wieder einmal – ihres Europas versichern. Möglicherweise stellt sich dabei heraus, dass es die Idee Europa in der Tat nicht mehr gibt. Das hätte weitreichende Folgen und würde einen Großteil der derzeitigen Politik hinfällig werden lassen. Vor allem wäre zu klären, was dann noch Europa konstituieren könnte. Oder es wird deutlich, dass die Idee Europa unverändert vital ist und nur unzulässig befrachtet worden ist mit Zwecksetzungen, die ihr nicht gemäß sind, zum Beispiel einseitigen wirtschaftlichen Vorgaben. Dann wäre ein Konzept zu entwickeln, wie Europa von diesen nicht sachgemäßen Zwecksetzungen entfrachtet werden kann.

Diese und verwandte Themen waren Gegenstand des Symposiums, das das ehemalige Denkwerk Zukunft veranstaltete und das von der Gerda Henkel Stiftung gefördert wurde.

Leitfragen des Symposiums

  • Was ist das derzeit dominante Verständnis von Europa?
  • Gibt es eine spezifische europäische Kultur und wodurch unterscheidet sie sich von anderen?
  • Gibt es unveräußerbare europäische Werte und welche sind das?
  • Gibt es eine kollektive Identität der Europäer und wodurch zeichnet sie sich aus?
  • In welchem Verhältnis stehen das christlich geprägte und das säkularisierte Europa zueinander?
  • Gibt es einen europäischen Traum und soll er gegebenenfalls aktiviert werden? Was hieße das für Gesellschaft und Politik?
  • Was ist unter einer europäischen Wertegemeinschaft zu verstehen?
  • Lässt sich die kulturelle Vielfalt Europas angesichts der gegenwärtigen und künftigen Herausforderungen (Demografie, Ökologie und ähnliches) erhalten und wenn ja, wie?
  • Ist Vielfalt für Europas Identität konstitutiv?
  • Was erwartet die Welt von Europa und kann bzw. soll Europa diese Erwartungen erfüllen?
  • Was erwarten die Europäer von sich selbst?

 

Neues Bewusstsein für neuen Wohlstand

1. und 2. Dezember 2014

Schader-Forum, Darmstadt

1. und 2. Dezember 2014

Schader-Forum, Darmstadt

Einseitig auf materielles Wachstum und materiellen Konsum ausgerichtete Wirtschafts- und Lebensweisen sind nicht länger zukunftsfähig. Wie aber kann der erforderliche Bewusstseins- und Verhaltenswandel hin zu nachhaltigeren Wirtschafts- und Lebensweisen beschleunigt werden? Wie können die Aktivitäten der aus ganz unterschiedlichen Fachbereichen und politischen Richtungen stammenden Experten besser vernetzt und dadurch wirkungsvoller gemacht werden? Mit welchen konkreten Schritten können Wissenschaft, Wirtschaft und zivilgesellschaftliche Institutionen den Bewusstseins- und Verhaltenswandel hin zu nachhaltigeren Wirtschafts- und Lebensweisen fördern?

Diese und verwandte Fragen waren Gegenstand des Symposiums, das das ehemalige Denkwerk Zukunft zusammen mit der Schader Stiftung veranstaltete.

 

Leitfragen des Symposiums

  • Von welchem Wohlstand sprechen wir beim Nachdenken über den Weg hin zu nachhaltigeren Wirtschafts- und Lebensweisen?
  • Setzt Wohlstand Wachstum voraus?
  • Wie kann individuelle Zufriedenheit und gesellschaftliches Wohlergehen verstärkt aus immateriellen Quellen gespeist werden?
  • Wie lassen sich immaterielle Wohlstandsziele gegenüber materiellen aufwerten?
  • Wie sollen die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen gestaltet werden, um den Raubbau an Natur, Umwelt, Mensch und Gesellschaft zu begrenzen?
  • Wie können Wissenschaft, Wirtschaft und zivilgesellschaftliche Institutionen den Bewusstseins- und Verhaltenswandel hin zu nachhaltigeren Wirtschafts- und Lebensweisen fördern?

Leben ohne Zins und Wachstum – Ausblick auf eine neue Ära

1. Dezember 2012

Umweltforum Auferstehungskirche, Berlin

1. Dezember 2012

Umweltforum Auferstehungskirche, Berlin

Vieles spricht dafür, dass Wirtschaftswachstum und materieller Wohlstand in den früh industrialisierten Ländern künftig stagnieren oder sogar sinken werden. Wie wirkt dies auf die Geld- und Kreditwirtschaft? Können dann Zinsen positiv sein? Wie werden unter diesen Umständen Kapitalbildung, Investitionen und Innovationen sichergestellt? Und wie ändern sich gesellschaftliche Perspektiven, wenn das Wachstum ausbleibt?

Über diese und verwandte Fragen wurde auf der dritten Konferenz des ehemaligen Denkwerks Zukunft "Leben ohne Zins und Wachstum – Ausblick auf eine neue Ära" diskutiert.

Benefizkonzert

Die Konferenz fand in Verbindung mit einem Benefizkonzert der Berliner Staatskapelle zugunsten der Stiftung NaturTon unter Leitung von Enoch zu Guttenberg statt. In der Gedächtniskirche wurde Joseph Haydns „Die Jahrezseiten" aufgeführt.