Re-enlightenment?

29. April bis 3. Mai 2019

Leopoldina, Halle (Saale)

29. April bis 3. Mai 2019

Leopoldina, Halle (Saale)

Anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens veranstaltet die Global Young Academy eine Konferenz zum Thema ”Re-enlightenment? Truth, reason and science in a global world“. In sogenannten postfaktischen Zeiten, in denen Fakten in politischen Auseinandersetzungen keine Rolle mehr spielen, da immer mehr Menschen ihre Gefühle an die Stelle von Fakten setzen, ist Aufklärung ein heftig diskutiertes Thema. Vor diesem Hintergrund will die Global Young Academy darüber diskutieren, welche Bedeutung der Wissenschaft in der globalisierten Gesellschaft zukommt und was sie zur Lösung der bestehenden Probleme beitragen kann. Dabei versteht die Global Young Academy unter Aufklärung ein umfassendes und globales Konzept, das auf Wirklichkeit und Wahrheit gründet und Werten wie kritischem Denken, Freiheit und wissenschaftlicher Leistung verpflichtet ist. Eines der Konferenzpanel hat die drei Bereiche der Kultur zum Thema, die auch im Mittelpunkt der Tätigkeit der Stiftung kulturelle Erneuerung stehen: Wissenschaft, Kunst und Religion. Im Panel „Different paths to truth: science, art, religion“ soll unter anderem der Frage nachgegangen werden, welche Rolle künstlerische Aktivitäten und insbesondere die Ästhetik, aber auch die Bereiche Religion und Sport für die individuelle Zufriedenheit und das gesellschaftliche Wohlbefinden spielen und inwieweit die Wissenschaft dies bei ihren Analysen und Schlussfolgerungen berücksichtigen sollte.

Die Global Young Academy ist eine internationale Gesellschaft junger Wissenschaftler. Sie will Nachwuchswissenschaftler unterschiedlicher Länder und Disziplinen zusammenbringen, um Lösungen für globale Probleme zu erarbeiten, junge Menschen ermutigen, sich in der Wissenschaft zu engagieren und eine Wissenschaftskultur etablieren, in der wissenschaftliche Exzellenz mehr gilt als Seniorität.

Near and Elsewhere

Premiere am 27. Oktober 2018 beim Filmfestival von Jihlava

Premiere am 27. Oktober 2018 beim Filmfestival von Jihlava

Wo finden wir Zukunftsvisionen, Hoffnungen oder sogar Utopien abseits der Utopie eines grenzenlosen Wachstums? Wie kann sich die unsere Gesellschaft angesichts der aktuellen ökonomischen, gesellschaftlichen und kulturellen  Herausforderungen weiterentwickeln?Die Filmregisseure Sue-Alice Okukubo und Eduard Zorzenoni haben sich auf die Suche gemacht. In ihrem Essay-Dokumentarfilm "Near and Elsewhere" sprechen sie mit sechs außergewöhnlichen ExpertInnen, unter ihnen die weißrussische Schriftstellerin Swetlana Alexijewitsch, die Soziologin Elena Esposito, die Marsforscherin Christiane Heinicke sowie den Kulturwissenschaftler Joseph Vogl. Darüber hinaus erzählen sie die Geschichte von drei Menschen, die an einem merkwürdigen Ort gestrandet sind und zwischen bizarren Gebäuden und kargen Landschaften vor der Herausforderung stehen, einen neuen Lebensweg zu finden. Gemeinsam mit den Experten entwerfen sie provokante und nachdenkliche Visionen für eine bessere Zukunft.

Der Film hatte am 27. Oktober 2018 im Rahmen des Filmfestivals von Jihlava in Tschechien Premiere.

Der deutsche Filmstart war am 21. März 2019.

Das Programm einer Erneuerung der Kultur

Studie von Volker Gerhardt

Studie von Volker Gerhardt

Menschen waren von alters her darauf bedacht, die zerstörerischen Seiten ihres kulturgeleiteten Wirkens auf die eine oder andere Weise zu kontrollieren. Zu diesen Selbstschutzmechanismen gehören die Religionen, aber auch bestimmte Aspekte der Geisteswissenschaften, namentlich der Philosophie und der Künste, bis hin zu Mythen, Legenden und Märchen.

Wie dieses Wechselspiel von Aktion und Kontrollaktion im abendländischen Kulturkreis aussehen könnte, untersucht der Philosoph Volker Gerhardt in einer Studie. Dabei beschäftigt er sich unter anderem damit, welche Beiträge die Philosophie zu Fragen der Kultur und ihrer Entwicklung geleistet hat. In einem weiten Bogen von Platon über Augustinus, Rousseau und Kant bis hin zu Marx und Nietzsche werden wichtige Stationen der Kulturtheorie beleuchtet, um anschließend eine Bewertung aus Sicht des 20. und 21. Jahrhunderts vorzunehmen.

Die Ergebnisse der Studie wurden am 15./16. Mai 2019 in einem Kolloquium zur Diskussion gestellt.

Wege zur kulturellen Erneuerung

11./12. Februar 2019

Meisterhof, Bad Wiessee

11./12. Februar 2019

Meisterhof, Bad Wiessee

Die menschliche Kultur ist janusköpfig. Sie hat die Menschen zur alles dominierende Spezies werden lassen und sie zugleich in existentielle Bedrängnis gebracht. Dabei dürften sich die Menschen schon früh dieser Ambivalenz bewusst gewesen sein. Jedenfalls sind sie von alters her darauf bedacht, die dunklen, zerstörerischen Seiten ihres kulturgeleiteten Wirkens auf die eine oder andere Weise zu kontrollieren. Zu diesem Selbstschutzmechanismus gehören zweifellos die Religionen, aber auch bestimmte Aspekte der Geisteswissenschaften, namentlich der Philosophie, und der Künste bis hin zu Mythen, Märchen, Ritualen.

Wie diese Bereiche im Lichte der Religionsgeschichte Indiens und Chinas für einen kulturellen Wandel aktiviert werden könnten, hat der Religionswissenschaftler Michael von Brück für die Stiftung kulturelle Erneuerung in einer Studie untersucht. Seine Thesen wurden am 11./12. Februar in einem Kolloquium am Meisterhof bei Bad Wiessee zur Diskussion gestellt.

Die Suffragetten?? im deutschsprachigen Raum

4. Januar bis 2. Februar 2019

Bücherhallen Hamburg, Zentralbibliothek

4. Januar bis 2. Februar 2019

Bücherhallen Hamburg, Zentralbibliothek

Anlässlich des hundertsten Jahrestags der Einführung des Frauenstimmrechts ehren zwölf ausgewählte Künstlerinnen des Forums Künstlerinnen e.V.  die wichtigsten deutschsprachigen Verfechterinnen des Frauenstimmrechts, sogenannte Suffragetten, mit einer Wanderausstellung durch die Bibliotheken. Die Bibliothek wurde als Ausstellungsort gewählt, weil die Suffragetten überwiegend als Schriftstellerinnen, Journalistinnen, Lehrerinnen, Politikerinnen und Juristinnen tätig waren und deshalb die Sprache in Rede und Schrift für ihr Ziel einsetzten.

Mit Malerei, Fotografie, digitalen Collagen, Installation und Objekten, Trashart und Mail-Art nähern sich die Künstlerinnen den Suffragetten, zu denen Hedwig Dohm, Rosa Luxemburg und Klara Zetkin zählen, an. Um die damalige Zeit wieder lebendig werden zu lassen, wird während der Vernissagen aus den Schriften der Suffragetten gelesen.

Bis 2. Februar 2019 gastiert die Ausstellung in der Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg.

Die weiteren Austellungstermine sind:
4. März bis 30. April 2019, Hauptbücherei Wien
31. Mai bis 27. Juli 2019, Stadtbibliothek Reutlingen.

Das Forum Künstlerinnen e. V. wurde 1995 in Stuttgart von Ingrid Kleinebrahm gegründet. Es ist eine Vereinigung kunsthistorisch begutachteter Persönlichkeiten aus ganz Deutschland. Ziel ist, durch Kunst auf Defizite der Gleichstellung der Frau und der Gleichstellung der Künstlerin im Kulturbetrieb aufmerksam zu machen.

Konferenz "Wie schützt der Mensch sich vor sich selbst?"

Kultur ist janusköpfig. Einerseits hat sie die Menschen zur alles dominierenden Spezies werden lassen und ihnen beispiellosen Wohlstand beschert. Andererseits hat sie sie durch Raubbau an Natur, Umwelt, Mensch und Gesellschaft in existentielle Bedrängnis gebracht.

Wie kann das zerstörerische Potential der derzeit herrschenden Kultur eingedämmt werden? Welche Strategien haben hierfür die Menschen in früheren Zeiten und anderen Teilen der Welt entwickelt? Und welche Rolle spielen dabei Wissenschaft, Kunst und Religion?

Themen wie diese wurden auf der Konferenz der Stiftung kulturelle Erneuerung
„Wie schützt der Mensch sich vor sich selbst? – Der Beitrag von Wissenschaft, Kunst und Religion“
am Samstag, den 30. Juni 2018 in Berlin behandelt.

Konferenzort: Tagungswerk, Lindenstraße 85, 10969 Berlin
Beginn der Konferenz: 10.30 Uhr
Ende der Konferenz: 17.45 Uhr

 

Die Konferenz fand in Verbindung mit einem Benefizkonzert der Stiftung NaturTon zugunsten des Eben!Holz e.V. statt. Dieses Konzert sollte ursprünglich von Enoch zu Guttenberg geleitet werden, der jedoch am 15. Juni 2018 unerwartet verstorben ist. Das Konzert wurde nun ihm gewidmet. Es spielte die Berliner Staatskapelle unter Leitung von Thomas Guggeis. Solist war der Bariton Michael Volle. Aufgeführt wurden die "Hebriden"-Ouvertüre von Felix Mendelssohn Bartholdy, die Sinfonie Nr. 44 von Joseph Haydn, die auch "Trauersinfonie" genannt wird, Ausschnitte aus Haydns "Die Schöpfung" (unter anderem die instrumentale Einleitung und einige Bass-Arien) sowie die Sinfonie Nr. 7 in h-Moll "Die Unvollendete" von Franz Schubert.

Konzertort: Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie, Herbert-von-Karajan-Straße 1, 10785 Berlin
Beginn des Konzerts: 20 Uhr
Ende des Konzerts: gegen 22 Uhr

Kulturelle Erneuerung - Ökologie und Ökonomie

Studie von Michael von Brück

Studie von Michael von Brück

Menschen waren von alters her darauf bedacht, die zerstörerischen Seiten ihres kulturgeleiteten Wirkens auf die eine oder andere Weise zu kontrollieren. Zu diesen Selbstschutzmechanismen gehören die Religionen, aber auch bestimmte Aspekte der Geisteswissenschaften, namentlich der Philosophie und der Künste, bis hin zu Mythen, Legenden und Ritualen.

Von besonderem Interesse ist, wie der Schutz des Menschen vor den zerstörerischen Seiten seines Handelns in anderen Kulturen organisiert ist. Welche Heilsversprechen, Glaubenssätze und Mythen waren beispielsweise für die buddhistischen Gesellschaften prägend? Wie unterscheiden sie sich vom europäischen Fortschrittsmythos? Welche Erfahrungen aus der Religionsgeschichte Indiens und Chinas könnten für den kulturellen Wandel hilfreich sein? Welche Wege zur kulturellen Erneuerung ergeben sich hieraus?

Diesen Fragen geht der Religionswissenschaftler Michael von Brück in einer Studie nach. Die Studie wurde am 11./12. Februar 2019 in einem Kolloquium zur Diskussion gestellt.

Die Rolle der Kirchen in der Großen Transformation

5.November 2018, 19.00 bis 20.30 Uhr

LMU München, Kleine Aula (A120), Geschwister-Scholl-Platz 1

5.November 2018, 19.00 bis 20.30 Uhr

LMU München, Kleine Aula (A120), Geschwister-Scholl-Platz 1

Welche Rolle kommt den Kirchen beim notwendigen Wandel zu nachhaltigeren Lebens- und Wirtschaftsweisen zu? In welcher Form können sie zu ökologischer, gesellschaftlicher und kultureller Zukunftsfähigkeit beitragen? Und wie wollen sie den von ihnen selbst geforderten Werte- und Kulturwandel zu einer nachhaltigeren Gesellschaft fördern?

Über Fragen wie diese diskutierten am 5. November 2018  Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie sowie Vorsitzender der Kammer für Nachhaltige Entwicklung in der EKD und Markus Vogt, Professor für Christliche Sozialethik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der LMU München mit dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm. Die Diskussion moderierte Stefanie Wahl .

Grundlagen der Podiumsdiskussion "Die Rolle der Kirchen in der Großen Transformation" waren das neue Buch von Uwe Schneidewind "Die Große Transformation - Eine Einführung in die Kultur des gesellschaftlichen Wandels", die gerade veröffentlichten Überlegungen von Markus Vogt "Wandel als Chance oder Katastrophe" sowie das Impulspapier der EKD zur Agenda 2030 "Geliehen ist der Stern, auf dem wir leben".

 

Ist unser Bildungssystem noch zukunftsfähig?

21. November 2018, 19.30 Uhr

Warngau, Saal im Altwirt, Taubenbergstraße 31

21. November 2018, 19.30 Uhr

Warngau, Saal im Altwirt, Taubenbergstraße 31

Was sind die Ziele unseres Bildungssystems: Erziehung zu einem selbständigen Leben oder Qualifizierung zum Broterwerb? Ist unser Bildungssystem auf die künftigen Herausforderungen wie Klimawandel, Digitalisierung und Globalisierung vorbereitet? Was kann und soll ein Bildungssystem leisten?

Über diese Fragen diskutierten Schulpsychologe Josef Kraus,  ehemaliger Rektor eines Gymnasiums und Vorstand des Deutschen Lehrerverbands und Christof Prechtl, stellvertretender Hauptgeschäftsführer und Leiter der Abteilung Bildung und Integration bei der Bayerischen Wirtschaftsvereinigung im Rahmen des Warngauer Dialogs . Moderiert wurde die Diskussion von Monika Ziegler, Journalistin und Gründerin von KulturVision e.V. Die musikalische Begleitung übernahmen Tobias Thaller (Geige) und Luis Henking (Akkordeon).

Apokalypse - Hören - Erinnern - Verändern

11. November 2018, 18 Uhr

Residenz München, Herkulessaal

11. November 2018, 18 Uhr

Residenz München, Herkulessaal

Vor 100 Jahren ging der Erste Weltkrieg zu Ende. Mit Musik und Filmkunst wurde am 11. November 2018  im Münchner Herkulessaal daran erinnert und ein Zeichen gegen Krieg, Hass und die Zerstörung der Natur gesetzt. Im Zentrum stand die Jazz-Kantate "Apokalypse" des Münchner Komponisten und Umweltaktivisten Karl von Feilitzsch (1901-1981), die zum ersten Mal seit den 1950er Jahren wieder zu Gehör gebracht wurde. Die Kantate und der gleichnamige Film von Gisbert Hinke aus dem Jahr 1955 wurden in einer inhaltlich modernen Neuinszenierung unter der Leitung des Dirigenten Patrick Hahn aufgeführt. Nach dem musikalischen und visuellen Apell für Frieden erläuterten Fritjof Finkbeiner und Benedikt Eder von der Umweltstiftung Plant-for-the-Planet, warum es so wichtig ist, dass sich vor allem junge Menschen für den Erhalt der Umwelt einsetzen und wie dies gelingen kann.

Um junge Menschen für moderne Musik sowie Fragen der Demokratie und bürgerschaftliches Engagement zu sensibilisieren, wurde für Schülergruppen und deren begleitende Lehrkräfte ein Kontingent an kostenlosen Eintrittskarten zur Verfügung gestellt.