11. Klimakonzert "Wir sind Erde" als Video verfügbar

Das von der Stiftung kulturelle Erneuerung in Auftrag gegebene Oratorium „Wir sind Erde“ zur Umweltenzyklika „Laudato si‘“ von Papst Franziskus wurde am Sonntag, den 13. November 2022 von Musiker:innen der Berliner Staatskapelle unter Leitung des Komponisten Gregor A. Mayrhofer in der Philharmonie Berlin uraufgeführt.

Das Klimakonzert eröffnete die Cellistin und Umweltaktivistin Tanja Tetzlaff mit Werken von Johann Sebastian Bach, Thorsten Encke und Camille Saint-Saëns.

Die Einnahmen flossen in die von den Musiker:innen getragenen Stiftung NaturTon, deren Aufforstungsprojekt für den Instrumentenbau unverzichtbare madegassische Ebenhölzer schützt.

Die Uraufführung des Oratoriums "Wir sind Erde" ist jetzt als Video verfügbar.

Konzertprogramm

18.00 Uhr
Einführung

19.00 Uhr
J.S.Bach, aus der Cellosuite Es-Dur BWV 1010: Gigue
Thorsten Encke, aus "Black Ice" (2018/2020) für Cello und Tape: "Cracks" und "Clouds"
J.S. Bach, aus der Cellosuite c-Moll BWV 1011: Sarabande
Camille Saint-Saëns, Cello Concerto No.1 in A minor, Op. 33
Tanja Tetzlaff, Violoncello
Orchester des Wandels: Musiker:innen der Staatskapelle Berlin

Pause

19.50 Uhr
Gregor A. Mayrhofer, "Wir sind Erde" (Uraufführung)
Rinnat Moriah, Sopran
Ema Nikolovska, Mezzosopran
Conny Thimander, Tenor
David Steffens, Bass
Chor des Wandels: Sänger:innen des Staatsopernchors und des Rundfunkchors
Orchester des Wandels: Musiker:innen der Staatskapelle Berlin
Dirigent: Gregor A. Mayrhofer
Libretto: Markus Vogt
Dramaturgie: Julia Hendes und Matthias Fuchs

Karten 25/50 Euro, Ermäßigung für Schüler:innen und Studierende 50% unter 030/20354555 oder unter staatskapelle-berlin.de.

Keyvisual: Noma Bar

10. Bach Biennale Weimar

2. bis 9. Juli, Weimar

2. bis 9. Juli, Weimar

"10 klingende Perspektiven...inspired by Bach" lautet der Titel der 10. Bach Biennale in Weimar. Ein treffendes Motto für die Jubiläumsedition, die neue Blickwinkel auf das Schaffen von Johann Sebastian Bach in Weimar eröffnet und eine Brücke zwischen Klassik und Moderne schlägt. Bach kam 1708 als 23-Jähriger nach Weimar. Er war dort Hoforganist, Kammermusicus und schließlich Konzertmeister. Während  der fast zehnjährigen Anstellung komponierte er drei Viertel seiner gesamten Orgelstücke sowie zahlreiche Kantaten und Cembalowerke. Das Bach Festival will der Musik von Bach Klangräume eröffnen, immer aufs Neue inspiriert durch die revolutionäre, atemberaubende Energie des jungen, wilden JSB. In der ganzen Stadt wird Bach musiziert, an den originalen Bachorten, am Goethebrunnen, im Hotel Elephant und in der Villa des Malers Paul Klee, der sich intensiv mit Bachs Musik auseinandergesetzt hat. Wiederum wird das Festival vor allem durch junge Musiker geprägt. Artists in Residence sind 2023 die Violinistin Lina Tur Bonet aus Madrid mit ihrem Ensemble MUSIca ALcheMIca und der Organist Martin Sturm.

Die Bach Biennale dauert vom 2. bis 9. Juli. In dieser Zeit werden an acht Spielstätten etwa zwanzig Konzerte gegeben.

Konzerte mit Jim Franklin

17. Juni bis 15. Juli 2023

17. Juni bis 15. Juli 2023

Jim Franklin ist Komponist und Meisterspieler der Shakuhachi, einer traditionellen japanischen Bambusflöte. Ihr weicher, geräuschhafter Klang gilt heute als typisch für die klassische Musik Japans. Die Shakuhachi wurde vom 17. Jahrhundert an von zen-buddhistischen Mönchen als Meditationsübung gespielt. Daraus entstand die Tradition der sogenannten Honkyoku ("Urstücke"), die noch heute in mehreren Schulen von Meister zu Schüler weitergegeben wird.

Dr. Jim Franklin studierte Komposition und Musikwissenschaft in Australien, Deutschland und Holland. Dabei lernte er die Shakuhachi kennen und lieben. Er ging unter anderem bei dem berühmten Shakuhachi-Meister Yokoyama Katsuya in die Lehre, der ihm den Titel "Meister" und damit die Lehr- und Konzertbefugnis verlieh. Franklin komponiert für Shakuhachi solo sowie in Kombination mit anderen Instrumenten und tritt bei Projekten mit Shakuhachi und Live-Electronic auf, gelegentlich in Verbindung mit Tanz und bildender Kunst. Er lebt derzeit in Kyoto, Japan.

Termine:

17.06.23, 18 Uhr
Vortrag und Konzert der Shakuhachi
Kulturhaus Dock 4, Untere Karlsstraße 4, 34117 Kassel

18.06.23, 10.30 Uhr
Gottesdienst mit Shakuhachi-Begleitung
Egidienkirche, Egidienplatz, 90403 Nürnberg

21.-25.06.2023
Zen-Sesshin mit Shakuhachi
Erzabtei St. Martin, Beuron, 88631 Beuron
Anmeldung: gastpater@erzabtei-beuron.de

02.-04.07.23
Shakuhachi-Workshop
Benediktushof, 97292 Holzkirchen
Anmeldung: Kurse@benediktushof-holzkirchen.de

07.-09.07.23
Shakuhachi-Workshop mit Konzert am 07. 05. 2020, 19.30 Uhr
St. Josefskirche, Oswald-Hesse-Str. 72, 70469 Stuttgart
Anmeldung: Jim Franklin, dr_jim_franklin@t-online.de

11.07.23, 19 Uhr
Shakuhachi-Konzert
Daunstärs, Konrad-Adenauer-Straße 17, 30853 Langenhagen

15.07.23
Messe mit Shakuhachi-Begleitung, 17.30 Uhr
Shakuhachi-Konzert, 19 Uhr
Klarakirche, Königstr. 66, 90402 Nürnberg

 

Passionsoratorium von J. S. Bach - Uraufführung

Samstag, 1. April 2023, 20 Uhr

Alte Oper Frankfurt, Großer Saal

Samstag, 1. April 2023, 20 Uhr

Alte Oper Frankfurt, Großer Saal

Gibt es neben der Johannes- und der Matthäuspassion eine weitere, unvollendete Passion von Johann Sebastian Bach? Der Cembalist, Dirigent und Musikforscher Alexander Grychtolik präsentiert zusammen mit dem belgischen Orchester Il Gardellino und renommierten Gesangssolisten ein vermutlich von Bach für den Karfreitag 1725 geplantes Passionsoratorium, von dem sich Teile in der Matthäuspassion und in der A-Dur-Messe erhalten haben. Grychtolik hat das Werk vervollständigt und bringt es nun in Frankfurt a.M. zur Uraufführung. Erhalten sind nicht nur Teile der Musik sondern auch der Text Picanders, des wichtigsten Librettisten Bachs, der das Leiden Jesu anders als in den beiden bekannten Bachpassionen in den Mittelpunkt stellt.

JOHANN SEBASTIAN BACH / ALEXANDER GRYCHTOLIK Passionsoratorium BWV Anh. 169 (Uraufführung)

19.15 Uhr Konzerteinführung durch Alexander Grychtolik

"Darkness"

25./26. Januar 2023, 19.30 Uhr

Akademietheater, München

25./26. Januar 2023, 19.30 Uhr

Akademietheater, München

In "Darkness - Requiem nach dem gleichnamigen Gedicht von Lord Byron" geht Jakob Altmayer, Student an der Bayerischen Theaterakademie August Everding, der Frage nach, wie der Mensch zu einem anderen Verständnis seiner Stellung in der Natur kommen und sich als gleichberechtigter Teil abseits von Herrschaftsdenken in ihr begreifen kann. Wie können Rituale des Abschieds vom Menschen als "Krone der Schöpfung" aussehen? Inwieweit ergeben sich durch das Ende der einen Welt immer auch Möglichkeiten für neue, andere Welten? Jakob Altmayer greift in seiner Inszenierung unter anderem auf den Umgang mit historischen apokalyptischen Erfahrungen zurück, wie sie beispielsweise Lord Byron anlässlich des Ausbruchs des indonesischen Vulkans Tambora von 1816 in seinem Gedicht "Darkness" beschreibt. Dunkelheit steht dabei für das Ende der Welt,  sie ist aber auch als dramaturgischer Punkt relevant. Weil die Zuschauer sich zeitweise frei im Bühnenraum bewegen können, ist "Darkness"  eine Kombination aus Theater, Performance und Rauminstallation.

"Anwälte der Natur"

1. Dezember 2022 19.30 Uhr und 4. Dezember 2022 18.00 Uhr

RambaZamba Theater, Schönhauser Allee 36-39, 10435 Berlin

1. Dezember 2022 19.30 Uhr und 4. Dezember 2022 18.00 Uhr

RambaZamba Theater, Schönhauser Allee 36-39, 10435 Berlin

Haben Bäume, Tiere, Meere oder Gletscher Rechte? Und können sie folglich gegen ihre Zerstörung gerichtlich klagen? Im September 2022 wurde die ökologisch stark belastete Lagune Mar Menor im Südosten Spaniens zu einer Rechtspersönlichkeit ernannt. Das Mar Menor ist damit das erste Ökosystem Europas, das diesen Status erhält. Wer der Lagune schadet, kann vor Gericht gebracht und zu einer Geldstrafe verurteilt werden. 2021 wurde bereits der kanadische Fluss Magpie als Rechtsperson anerkannt. Magpie und Mar Menor stehen für eine weltweite Bewegung, die besonders in Neuseeland, den USA und Ecuador aktiv ist und sich für die Rechte der Natur einsetzt. Könnte dies ein entscheidender Hebel sein, um der Umweltzerstörung und dem Artensterben Einhalt zu gebieten? Stehen wir vor einem grundlegenden Wandel unserer Kultur, wenn die Natur nicht mehr als tote Dinge sondern als Akteure begriffen werden?

"Anwälte der Natur", eine Koproduktion des Theater des Anthropozän und des Berliner RambaZamba Theaters, geht diesen Fragen nach. Moderiert von Carrie Getman de Agudo und begleitet von dem irischen Bassisten und Gitarristen Kevin Mooney widmet sich unter der Regie von Frank Raddatz eine Collage aus Musik, Tanz und Schauspiel dem sich wandelnden Verhältnis von Natur und Recht. Akteure öffnen zusammen mit Schau- und Puppenspieler*innen Tore in ein wundersames Morgen, das auf mutige Entdecker wartet, bereit sich der Kernfrage zu stellen: Welche Natur wollen wir?

Sonntag, 4. Dezember 2022 14.00 Uhr RambaZamba Theater
Podiumsdiskussion "Die Rechte der Natur als cultural turn" mit Prof. Dr. Frank Adloff, Dr. Andreas Gutmann, Dr. Matthias Kramm, Jenny García Ruales und Jula Zenetti

EurAsian Flow - Viktoria & Virtuosi

27. September 2022, 20 Uhr

Herkulessaal Hofgartenstraße, 80539 München

27. September 2022, 20 Uhr

Herkulessaal Hofgartenstraße, 80539 München

Im EurAsian Flow wird von der Violinsolistin und Komponistin Viktoria Kaunzner sowie 30 jungen Musiker:innen aus zehn Nationen ein faszinierender Kosmos aus vertrauten und exotischen Klangwelten aufgefächert. Dabei werden Tango, Mozart und Moderne miteinander verwoben. Neben dem Tango-Violinkonzert der argentinischen Komponistin Claudia Montero wird unter anderem Violeta Dinescus Klangerzählung "Roman Fleuve" zu Gehör gebracht. Deren kalligraphiertes Notenmanuskript wird während des Vortrags an die Wand projiziert, wodurch das Publikum in einen cineastischen Raum entführt wird. Es folgt Viktoria Kaunzners eigene Komposition "Saiga Antilope", eine Kombination aus Dokumentarstummfilm und Livemusik über ein vom Aussterben bedrohtes eurasisches Steppentier. Ein weiterer Konzerthöhepunkt wird die Uraufführung des von Viktoria & Virtuosi in Auftrag gegebenen Werkes "Times of Rain and Sun"  der usbekisch-australischen Komponistin Elena Kats-Chernin sein.

Herbst Tour 2022

27.9. München Herkulessaal, 20 Uhr

28.9. Dresden Kulturpalast 20 Uhr

30.9. Berlin Philharmonie Kammermusiksaal 20 Uhr

2.10. Hamburg Laeiszhalle Großer Saal 15 Uhr

3.10. Neumarkt Reitstadel 19 Uhr

Yólotl Latino - Tournée der Gegenseitigkeit und Integration

14. August bis 19. September 2022

14. August bis 19. September 2022

Yólotl Latino ist ein von jungen  lateinamerikanischen Musikstudenten am Salzburger Mozarteum gegründetes Ensemble, das eine Verbindung zwischen klassischer und populärer Musik herstellen will. Konkret soll dies auf der "Tournée der Gegenseitigkeit und Integration" geschehen, die das Ensemble vom 14. August bis 19. September 2022 durch Brasilien, Bolivien, Kolumbien und Mexiko führen wird. Als Aufführungsorte werden bewusst sozial isolierte und wirtschaftlich benachteiligte Regionen und Stadtviertel ausgewählt. In den Konzerten bringt das Ensemble sowohl klassische Stücke als auch die Interpretation von  Liedern und Melodien im klassischen Format zu Gehör, die als Hymnen der lateinamerikanischen Völker gelten. Neben dem Konzertieren werden die Musiker Kindern und Jugendlichen Instrumentalunterricht geben, um bei ihnen das Interesse an den darstellenden Künsten, insbesondere der Musik, zu wecken und zu fördern.

Das Ensemble besteht aus der brasilianischen Geigerin Nathalia Oliveira und dem brasilianischen Geiger Vinícius Gomes de Oliveira Sousa, dem bolivianischen Tenor Rodrigo Alegre Vargas, den Kolumbianern Daniel Medina Arango an der Bratsche und Juan Felipe Osorio an der Gitarre sowie aus Mexiko dem Pianisten Daniel Ochoa Gaxiola und dem Cellisten Isaac Fernández Uribe. Nähere Informationen zu Konzept und Tournée enthält der Prospekt auf dieser Seite.

150 Jahre Hochschule für Musik Weimar: Barockfest

Samstag, 25. Juni 2022, 17.00 Uhr

Am Schießhaus, Weimar

Samstag, 25. Juni 2022, 17.00 Uhr

Am Schießhaus, Weimar

Im Juni 2022 begeht die Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar ihr 150. Jubiläum, das mit zahlreichen Konzerten und Veranstaltungen vom November 2021 bis November 2022 gefeiert wird. Höhepunkt ist die Festwoche im Juni, die unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier steht. Den Abschluss der Festwoche bildet das Barockfest "Von Elementen, Inventionen und Affekten" mit Musik und Tanz, das vom Institut für Alte Musik der Hochschule veranstaltet wird und bei dem konzertante Musikaufführungen mit Barocktanz verwoben werden. Im Mittelpunkt steht die Musik der Renaissance und des Barock, die von Studierenden der historischen Tasten- und Streichinstrumente sowie auch der Blockflöte der Musikhochschule sowie Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar zu Gehör gebracht wird. Die Konzeption stammt von dem Dozenten für Historischen Tanz Bernd Niedecken, der auch die Gesamtleitung innehat.

Sustainable Listening I

9. Juni 2022

Staatsoper Unter den Linden, Apollosaal 21.00 Uhr

9. Juni 2022

Staatsoper Unter den Linden, Apollosaal 21.00 Uhr

Sustainable Listening ist eine neue Diskurs-und Konzertreihe der Staatsoper Unter den Linden, die sich aktuellen Umwelt- und Klimafragen widmet. Mit einer Kombination von Beiträgen der Kunst und Wissenschaft sollen vor allem junge Menschen für die drängenden Probleme unserer Zeit sensibilisiert werden. Eine begehbare Klimakapsel wird zum Ort für Impulse, Austausch und Teilhabe mit Klimaexpert:innen, Aktivist:innen und Visionär:innen in Form von Workshops, Vorträgen, Gesprächen.  DJ und Drinks laden zum Austauschen, Vernetzen und Verweilen ein.

Im Mittelpunkt steht die Konzertperformance des Orchester des Wandels, bestehend aus Musiker:innen der Berliner Staatskapelle. Zum Auftakt der neuen Reihe verschmilzt Musik verschiedener Epochen mit Live-Elektronik der Gebrüder Teichmann. Darüber hinaus erläutert die Ozeanexpertin Anja Engel, Professorin für Biologische Ozeanographie am GEOMAR in Kiel, woher die gegenwärtigen Umwelt-und Klimaprobleme kommen und wie sie gelöst werden könnten.